Solingen: Der Kampfmittelräumdienst rückt an

Solingen: Der Kampfmittelräumdienst rückt an

Für den Neubau des Hallenbades Vogelsang sind die meisten Subunternehmen beauftragt. Die Ausführungsplanung ist laut städtischer Bädergesellschaft "in den letzten Zügen". Das neue Hallenbad ist aber erst in einem Jahr fertig.

Öffentliches Schwimmen fiel am Wochenende ins Wasser. Hobbyschwimmer hatten im Sportbad Klingenhalle wegen eines Schwimmwettkampfes weder am Samstag, noch am Sonntag Gelegenheit, ihre Bahnen im Variobecken (25 Meter) oder aber im 50 Meter-Becken zu ziehen. Sie hoffen, dass die "Trockenübungen" bald ein Ende haben.

Die sollen spätestens in einem Jahr zu Ende sein. Dann nämlich, wenn der Neubau des Hallenbades Vogelsang an der Focher Straße in Wald steht. Der sollte nach ursprünglichen Planungen eigentlich bis Ende des Jahres eröffnet werden, zumal damit eine Kreditzusage der Bezirksregierung verbunden ist. Im Verlauf des ersten Quartals 2019 wird nun die Eröffnung angestrebt.

"Mensch, wir freuen uns auf das neue Hallenbad" - das Stadtmarketing wirbt bereits für das Familienbad. Foto: Köhlen Stephan

Wer gestern jedoch einen Blick auf die Baustelle richtete, der sah lediglich einen eingezäunten Bereich, einige Berge aus Dreck und Steinen sowie Werbung des Bauunternehmens. Die Baucontainer waren verschlossen, Baumaschinen waren nicht zu sehen. Die Werbung des Stadtmarketings - "Mensch, wird das schön!" - verlangt zum jetzigen Zeitpunkt viel Vorstellungskraft, um sich ein Bild des neuen Hallenbades für das öffentliche Schwimmen zu machen.

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Die Geschäftsführerin der Solinger Bädergesellschaft, Kirsten Olsen-Buchkremer, bleibt indes gelassen: "Der Generalübernehmer versichert uns, dass das neue Familienbad Vogelsang im ersten Quartal 2019 in Betrieb geht." Immerhin: Die Abbrucharbeiten seien abgeschlossen, und der Generalübernehmer, Pellikaan Bauunternehmen Deutschland mbH, sei in den letzten Zügen der Ausführungsplanung. "Die meisten Subunternehmer sind beauftragt. Im Moment findet auch die Auswertung der Sondierungsbohrungen und Bodenproben statt", sagte die Geschäftsführerin der Bädergesellschaft auf Anfrage unserer Redaktion. Zudem wird Ende dieser Woche der Kampfmittelräumdienst seine Arbeiten auf der Baustelle durchführen und den Boden sondieren, kündigte Olsen-Buchkremer an. Ein normales Vorgehen auf öffentlichen Baustellen. Sportausschuss-Vorsitzender und Bürgermeister Ernst Lauterjung (SPD) hofft, dass "nichts gefunden wird und keine zeitliche Verzögerung eintritt".

Grundsätzlich geht auch Lauterjung weiter davon aus, dass der Zeitplan eingehalten wird - auch wenn das augenscheinlich derzeit nicht der Fall sein mag. Doch viele Bauteile können vorgefertigt werden. Zum Beispiel Betonfertigteile im Kellergeschoss, der Stahlskelettbau im Erdgeschoss, die Stahlfassade aus Corten oder auch die Edelstahlbecken. "Das geht dann ruckzuck", sagte Lauterjung. Ab dem 26. März stehen zunächst für zwei Wochen die Pfahlgründungen auf dem Bauprogramm.

Mitte Oktober vergangenen Jahres wurde mit einer "Stöpsel-raus-Party" der geplante "Untergang" des alten Hallenbades Vogelsang an der Focher Straße in Wald eingeleitet. Neun Millionen Euro (inklusive Abriss) dürfen ausgegeben werden. In einem europaweiten Ausschreibungsverfahren für den Neubau des Hallenbades überzeugte das Angebot der Firma Pellikaan Bauunternehmen Deutschland GmbH. Das Unternehmen fungiert als Generalunternehmer. Umgesetzt wird am Vogelsang ein Gestaltungskonzept des Büros Krieger Architekten + Ingenieure aus Velbert. Die bauen in der Klingenstadt inzwischen ihr 250. Hallenbad.

(uwv)