Solingen Dem Leben einen Sinn gebenJugendlichen eine Perspektive schaffen

Solingen · Eine Sache ist bei dem Runden Tisch zu auffälligen Jugendlichen ganz klar. „Es geht nicht darum, den Lehrern oder irgendwem anders die Schuld zu geben, dass ein Jugendlicher auf die schiefe Bahn geraten ist.“ Darauf weist Dr. Christoph Humburg, Leiter des Caritas-Verbandes, vehement hin. Und das ist auch gut. Angesichts der immer neuen Meldungen über gewalttätige Schüler stehen viele Lehrer mittlerweile als Buhmänner dar. Doch sie haben nur begrenzte Möglichkeiten. Daher ist es wichtig, dass die verschiedenen Institutionen der Stadt sich für die Kinder ihrer Einwohner verantwortlich fühlen und gemeinsam für ihr Wohl sorgen wollen. Gewalttaten, die einen krankhaften Hintergrund haben, können sie damit nicht verhindern. Das kann aber auch keiner. Es geht darum, vermeidbaren Straftaten vorzubeugen. Wer Kindern und Jugendlichen keine ausreichenden Freizeitmöglichkeiten bietet, sie nach der Schule mit ihrem Leben und ohne Job alleine lässt, muss sich nicht wundern, dass die Mädchen und Jungen auf dumme Gedanken kommen, zur Flasche greifen und schnell zuschlagen. Die Verantwortlichen in der Stadt sind vielmehr gefragt, die Jugendlichen in ihrer misslichen Lage aufzufangen und – gemeinsam mit den Eltern – ihrem Leben einen Sinn zu geben. Möglichkeiten gibt es viele.

(RP)
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