Dehoga: Solinger Gastronomen klagen über Nicht-Absage bei Reservierung

Dehoga berichtet über Phänomen: Gastronomie klagt über Nicht-Absage bei Reservierung

Die Solinger Gastronomie hat mit einem wachsenden Problem zu kämpfen: Gäste, die nicht ins Restaurant kommen, obwohl sie einen Tisch reserviert haben.

Bei manchen sei die Angewohnheit regelrecht in Mode gekommen, Plätze zu reservieren und dann gar nicht oder mit weniger Gästen als angemeldet zu erscheinen, heißt es in einer Mitteilung des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbands (Dehoga). Relativ neu sei außerdem das Phänomen, in verschiedenen Gaststätten Plätze zu blocken, um sich kurz vor dem reservierten Termin zu entscheiden, welchen Betrieb man aufsuchen möchte.

Für Gastronomen ist das ein Problem: „Die Reservierungen sind verbindlich. Wir rechnen mit den Gästen“, sagt Petra Meis, Vorsitzende der Dehoga-Kreisgruppe Solingen. Rechnen sei dabei wortwörtlich zu verstehen. „Bei unserer Personal- und Einkaufsplanung spielt die Buchungslage eine große Rolle. Reservierte Tische bieten wir anderen Gästen nicht weiter an. Umso ärgerlicher ist es, wenn dann trotz Reservierung keiner kommt – oder weniger Gäste als angemeldet.“

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Das bestätigt auch Stephan Herbertz, Inhaber von Koenig Brasserie-Restaurant in Wald. Für die Weihnachtsfeiertage nimmt er deshalb in diesem Jahr eine Anzahlung bei der Reservierung von Tischen. Und auch bei größeren Gruppen besteht er mittlerweile darauf: „Ich will damit kein Geld verdienen, das wird selbstverständlich mit dem Verzehr verrechnet“, sagt er. Die Anzahlung gebe es nur bei einer Absage bis zwei Wochen vorher zurück – oder, bei späterer Absage, falls der Tisch anderweitig vergeben werden kann.

In manchen Ländern, betont der Dehoga, sei es üblich, bei einer Bestellung Kreditkartendaten zu hinterlegen oder Anzahlungen zu leisten, damit der Gastronom nicht auf seinen Kosten sitzenbleibt. Noch sei das nicht flächendeckend geplant. „Wir setzen und hoffen auf die Einsicht unserer Gäste. Aber wenn das Phänomen weiter zunimmt, müssen wir reagieren“, erklärt Meis.Vorerst appelliert der Dehoga aber an Gäste von Restaurants und Gaststätten, ihr Nichtkommen dem Betrieb frühestmöglich mitzuteilen. Gleiches gelte, wenn man mit weniger Personen als reserviert kommt.