Solingen: Das Theater bekommt eine Treppe

Solingen: Das Theater bekommt eine Treppe

Nachdem sich die Bezirksvertretung Mitte vergangenen Monat einstimmig für die Verbesserung des Theaterumfeldes für rund 408.000 Euro und einer dazugehörigen, 14 Stufen umfassenden Treppe (Kosten rund 37.000 Euro) bis hoch zum Tickethäuschen ausgesprochen hatte, stimmte am Montagabend auch der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität im Kammermusiksaal mit großer Mehrheit der Planung als Grundlage für die weitere Ausarbeitung im Rahmen des Förderprojekts Soziale Stadt Nordstadt zu.

Lediglich die DSW stimmte dagegen. Stadtdirektor Hartmut Hoferichter kündigte für Mitte Januar eine Infoveranstaltung für Bürger an. Danach könne es an die weitere planerische Bearbeitung gehen.

Allzu sehr hatte sich die Diskussion in der jüngsten Vergangenheit allein auf die Treppe am Theater reduziert. "Die ist aber nur ein Bestandteil des Ganzen", erklärte Landschaftsarchitekt Udo Jochems vom Solinger Architektenbüro Landschaft + Garten. Das hatte die Pläne, die nun in der zweiten Jahreshälfte 2014 umgesetzt werden sollen, entwickelt. Eine Jury hatte das Konzept der Solinger im Rahmen eines Wettbewerbs mit dem ersten Preis bedacht. "Das Theater und Konzerthaus soll ein moderner städtischer Raum mit fließenden Übergängen werden", erklärte Jochems.

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Eine Treppe zum Haupteingang des Theater und Konzerthauses gab's schon einmal. Die neue soll nun zwölf Meter breit am Fuß der Konrad-Adenauer-Straße beginnen – hier entsteht zudem eine Querung rüber auf die andere Straßenseite; diese Ampel war planerisch vorgegeben und längst beschlossen. Bis hoch zum Tickethäuschen erreicht die Treppe, versehen mit eingelassenen Lichtbanken, eine Breite von 20 Metern. "Ein großes Gebäude braucht eine große Treppe", sagte Jochems. Doch nicht nur die Treppe soll das Theaterumfeld aufwerten. Langgezogene, unterleuchtete Heckenstrukturen (1,40 Meter hoch) sollen für mehr Attraktivität sorgen, ebenso neue Plattenbeläge. Die Bushaltestelle wird mit einem Rampenweg versehen. Taxihalteplätze und Behindertenparkplätze werden gebündelt an der Burgstraße zusammengefasst. Für schirmartige Unterstände und Sitzgelegenheiten ist hier gesorgt, die Abgrenzung zur Fahrbahn erfolgt durch eine "grüne Insel". Der Weg von den Parkplätzen an der Teschestraße zum Haupteingang soll mit Skulpturen geschmückt werden. Die schmale Gasse entlang des Theatergebäudes für Fußgänger bleibt bestehen.

Ralf Kohns, Inhaber von Expert Schultes, hatte im Ausschuss als Anwohner Gelegenheit, Stellung über dieses Nordstadt-Projekt zu beziehen. "Die Investition in das Theaterumfeld ist eine richtige Maßnahme", betonte Kohns. Sprecher von CDU, SPD, FDP, BfS und Grünen lobten überdies den Entwurf: "Das ist das Tüpfelchen auf dem I bei der Umgestaltung der Konrad-Adenauer-Straße/Nordstadt", sagte Friederike Sinowenka (SPD) mit Blick auf das "Eingangstor zur Innenstadt". Stephan Pistor (FDP) erklärte knapp: "Hervorragender Entwurf."

(RP)