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Das neue Solinger Prinzenpaar stellt sich vor.

Neues Prinzenpaar : Dem Karneval eng verbunden

In der Session 2018/19 werden Gudrun Hörning und Sascha Wurth als Prinzenpaar gekürt.

Gudrun Hörning und Sascha Wurth haben exakt 183 Tage Zeit, um sich an ihre neue Rolle zu gewöhnen. Dann wird aus der 70-Jährigen Prinzessin Gudrun I. und aus dem 41-Jährigen Prinz Sascha I. „Für uns erfüllt sich ein Traum“, sagt das designierte Prinzenpaar, das Solingens Jecken durch die Session 2018/2019 führen wird. Sie wurden bei der Hauptversammlung des Festausschusses Solinger Karneval (FSK) offiziell vorgestellt.

Beide Tollitäten sind dem Karneval eng verbunden. Hörning, gelernte Arzthelferin im Ruhestand, nahm mit den „Jecken vom Schlagbaum“ jahrelang am Rosenmontagszug teil. Zudem gehörte sie der legendären Zöppkesmarkt-Gruppe „Muffzoppen“ an. „Ich freue mich riesig auf die Session“, sagt sie. Der Unterstützung ihrer Hofdamen Annemie Bodet, Margit Eisenberg und Rosy Schulz kann sie sich dabei gewiss sein. Die Freundinnen gehen seit mehr als 50 Jahren durch dick und dünn. „Die wissen, wie man richtig feiert“, erzählt Sascha Wurth vorfreudig lachend.

Auch er vertraut im Hofstaat auf enge Bekannte. Prinzenführer wird sein Cousin Christian Weyers. Die Adjutanten sind sein Schulfreund Jörg Wender sowie sein großer Bruder Michael. „Das wird uns als Gruppe noch enger zusammenschweißen“, ist sich Wurth sicher. Der 41-Jährige beschreibt sich selbst als „von Geburt an jeck“. Mit der „Skischule Finkenberg“ und später „De Siepenaten“ lief er häufig beim Rosenmontagszug mit. Nun freut er sich in neuer Position vor allem auf die karitativen Auftritte. Seit kurzer Zeit ist er Mitglied bei der Prinzengarde Blau-Gelb Ohligs. „Ich wollte in den Stadtfarben Prinz sein.“ Als Wurth gefragt wurde, ob er Prinz werden möchte, war für ihn sofort klar: „Das mache ich nur mit Gudrun“.Die beiden kennen sich seit vielen Jahren. Hörning ist eng mit Wurths Mutter befreundet. Mit ihrem Sohn ging Sascha Wurth zur Schule. Doch der 41-Jährige zweifelte, ob das zeitaufwendige jecke Treiben mit seinem Job als Geschäftsführer des Fliesen-Centers Wurth an der Weyerstraße vereinbar ist. Seine Mitarbeiter versprachen aber, seine Abwesenheit aufzufangen.

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Bevor FSK-Vorsitzender Joachim Junker das designierte Prinzenpaar vorstellte, gab es einen echten Paukenschlag. Der 64-Jährige kündigte an, bei der Vorstandswahl 2019 nicht mehr zur Verfügung zu stehen. Er bekleidet diese Position, seit der FSK 2007 gegründet wurde. „Meine Entscheidung steht“, betont Junker, der wie kaum ein Zweiter für den Solinger Karneval steht. Er kündigte an, Präsident der Prinzengarde Blau-Gelb bleiben zu wollen.

Junker ließ seine vorletzte Session als FSK-Vorsitzender noch einmal Revue passieren. Vom Hoppeditz-Erwachen an habe man 2017/18 viele tolle Veranstaltungen erlebt. Er hob insbesondere den Rosenmontagszug hervor. Vor dem Hintergrund steigender Kosten sei es keine Selbstverständlichkeit, eine solche Veranstaltung zu stemmen. Vor den etwa 50 anwesenden Mitgliedern der 15 Solinger Karnevalsvereine fand Junker auch mahnende Worte. Bei der Karnevalskirche sowie dem Karnevalskonzert der Symphoniker sei die Resonanz nicht gut gewesen. Er betonte die Chancen, die mit solchen Veranstaltungen verbunden sind: „Das müssen wir nutzen, um für unser Brauchtum zu werben.“