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Das Hansa-Quartier in Solingen wird zügig entwickelt

Das Hansa-Quartier in Solingen wird zügig entwickelt : Büros, Hotel und neues Gewerbe in Ohligs

Im Nachgang der für Solingen so wichtigen Gewerbe-Immobilienmesse Expo Real im vergangenen Oktober in München wurden bei rund 15 Terminen einige klingenstädtische Zukunftsprojekte mit potenziellen Projektentwicklern besprochen.

Dazu zählen neben der Industriebrache Rasspe in der Kohlfurth mit den geplanten drei verschiedenen Baufeldern insbesondere auch das Hansa-Quartier auf der Ostseite des Hauptbahnhofes in Ohligs. „Es ist wichtig, Rasspe jetzt in der Projektentwicklung zu positionieren. Die Auftragsvergabe für die Sanierung und den Abriss alter Gebäude läuft“, sagt der Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung, Frank Balkenhol.

Die Wirtschaftsförderung richtet aber auch intensiv den Blick nach Ohligs, genauer gesagt auf die Ostseite des Hauptbahnhofgeländes. Im sogenannten Hansa-Quartier will die Stadt den „Bürostandort der Zukunft“ realisieren. „Dienstleister und unter anderem IT-Firmen“, sagt Balkenhol. Dafür muss an der Hansastraße zunächst aber noch im wahrsten Sinne des Wortes Platz geschaffen werden.

Die Wirtschaftsförderer Elmar Jünemann (l.) und Frank Balkenhol forcieren die Pläne für das Rasspe-Gelände und auch für die Ostseite des Bahnhofes. Foto: Uwe Vetter

So ist vorgesehen, dass die Firma Scalabrin ihren dortigen Standort ins nahe gelegene Gewerbegebiet Monhofer Feld verlagern soll beziehungsweise dies teilweise schon getan hat. Voraussetzung dafür war für das Unternehmen die Genehmigung der Bezirksregierung für eine Recyclinganlage im Monhofer Feld. Die liegt längst vor. Im einzigen Solinger Gewerbegebiet mit Gleisanschluss werden die Bahngleise lediglich von Scalabrin genutzt. „Es liefen und laufen Gespräche für die Verlängerung der Gleise“, sagen Frank Balkenhol und der Prokurist der Wirtschaftsförderung, Elmar Jünemann. Eine Weiche sei bereits neu gestellt worden, ein Bahnübergang wurde angelegt. Die beiden Wirtschaftsförderer gehen davon aus, dass die Firma Scalabrin und die Bahn bald konkrete Ergebnisse erzielen werden.

Im insgesamt elf Hektar großen Gewerbegebiet Monhofer Feld in Ohligs wurden jetzt die beiden letzten großen Grundstücke verkauft. Ein Stahlwarenverarbeiter und ein Handelsunternehmen haben 10.000 beziehungsweise 5000 Quadratmeter große Grundstücke erworben. „Wir gehen davon aus, dass noch in diesem Jahr Baubeginn für diese beiden Projekte ist“, sagen Jünemann und Balkenhol im Gespräch mit unserer Redaktion.

Beide gehen davon aus, dass noch im Laufe dieses Jahres „erste Abschlüsse“ für das Hansa-Quartier unterzeichnet werden können. Der Bebauungsplan werde vorangetrieben. Lassen sich alle Vorstellungen umsetzen, „dann wird auf der Ostseite des Hauptbahnhofes viel Neues entstehen“, sagt Elmar Jünemann.

Einiges, wie der Neubau des Software-Entwicklers Codecentric im Bereich der Hochstraße oder auch das Galileum, ist bereits entstanden. Beide profitieren auch von der Nähe zum Hauptbahnhof. Jünemann zählt dazu auch die Ansiedlung des IT-Unternehmens Instana an die Prinzenstraße – hinter dem Monhofer Feld – in ein repräsentatives Gebäude der ehemaligen Konsumgenossenschaft Solidarität an der Prinzenstraße. Es diente zuletzt als Silag-Lager. Auf den rund 5000 Quadratmetern Nutzfläche an der Prinzenstraße will der Solinger Mirko Novakovic, Mitbegründer von Codecentric, seinen Traum „Neue Schmiede“ (New Forge) verwirklichen.

Aber auch das geplante Hotel am Hauptbahnhof an der Steinstraße gehört mit zum großen Wurf für Ohligs. Hier will die Tristar Hotelgruppe das „Holiday Inn Express Solingen“ bauen, ein Hotel mit 158 Zimmern. Auch ein Restaurant ist in dem 20-Millionen-Euro-Projekt vorgesehen. Spatenstich für das Bauprojekt ist im März.