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Corona-Winter in Solingen: Nicht jede Absage ist die richtige Lösung

Corona-Winter in Solingen : Nicht jede Absage ist die richtige Lösung

Derzeit hagelt es wieder Absagen. Größere und kleinere Veranstaltungen – nichts scheint in Anbetracht der Pandemie-Entwicklung sicher. Trotzdem gibt es diesen Winter mehr Möglichkeiten als noch im vorigen Jahr.

Am Dienstag haben die Veranstalter des Weihnachtsmarktes auf Schloss Grünewald die Absage bekannt gegeben, auch die Märkte auf Schloss Burg und in Wald fallen aus. Und es sind nicht nur die Weihnachtsmärkte: Bei den Gastronomen werden bereits Reservierungen storniert – auch von der Stadt, Kirchengemeinden oder Vereinen kommen Absagen.

Man ist vorsichtig, angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen. Das ist gut so. Wir befinden uns noch immer inmitten einer Pandemie, die täglich im ganzen Land Menschenleben kostet. Trotzdem braucht die Vorsicht einen Rahmen. Einen weiteren Lockdown wünscht sich niemand.

Eine 2G-Plus-Regelung ist für die Gesellschaft – zumindest die geimpfte und genesene – besser als eine komplette Schließung. Ob sie sich beispielsweise für Gastronomen auch wirtschaftlich lohnt, ist eine andere Frage. Ein Ansatz könnte hierbei sein, die Gäste direkt zu fragen, ob sie als Geimpfte und Genesene einen zusätzlichen Schnelltest vor dem Restaurant-Besuch machen würden, wie es die „Taverene Mykonos“ in Höhscheid auf ihrer Facebook-Seite getan hat. Die Reaktionen sind gemischt, der Wunsch, weiterhin essen gehen zu können, aber überwiegt – zur Not mit vorherigem Test.

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Weder die Impfung noch ein Schnelltest bieten eine vollständige Sicherheit. Eine Kombination mindert das Risiko, unentdeckte Infektionen weiterzugeben. Vor dem Hintergrund können wir uns in diesem Winter mehr erlauben als im vergangenen.

Gerade, wenn Nachweise vernünftig kontrolliert werden können, muss nicht jede Veranstaltung abgesagt werden. Vorsicht ist wichtig. Aber den Zugang beispielsweise zu einem Weihnachtsmarkt durch Zäune und Einlass-Kontrollen an festen Eingängen zu beschränken, kann ebenfalls Vorsicht sein. Auf Schloss Grünewald wäre das ohnehin der Fall gewesen. Absagen sind eben in diesem Winter nicht mehr die einzige Lösung.