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Corona-Regeln Solingen: Besuchsverbot in Krankenhäusern beschlossen

Corona-Pandemie : Stadt Solingen beschließt Besuchsverbot in Krankenhäusern

Die Krankenhäuser in Solingen reagieren auf das Infektionsgeschehen. Mit massiven Einschränkungen der Besuchsregelungen sollen Patienten und Personal geschützt werden.

Noch bevor die Politik am Mittwoch Beschlüsse über weitere Corona bedingte Einschränkungen gefasst hat, zog die Stadt Solingen die Zügel an, um das Infektionsgeschehen einzudämmen. Wegen der hohen Sieben-Tage-Inzidenz sehen sich die drei Solinger Krankenhäuser (Klinikum, Bethanien, Lukas Klinik) veranlasst, die Patienten und Beschäftigen in ihren Häusern stärker zu schützen.

Das heißt konkret: Ab Donnerstag, 29. Oktober, sind vorerst in allen drei Häusern keine Besuche mehr zugelassen. Die bisherige, ohnehin schon reduzierte Besuchsregelung wird somit bis auf Weiteres ausgesetzt.

Die neue Regelung gilt „so lange die Inzidenz über dem Wert 100 liegt“, heißt es in einer Mitteilung der städtischen Pressestelle. Es gibt aber auch Ausnahmen vom Besuchsverbot. Dazu gehört die Sterbebegleitung auf allen Stationen, überdies wichtige Therapiegespräche. Jeweils eine Begleitperson ist im Kreißsaal und in der Kinderklinik bei Patienten unter 16 Jahren zugelassen. Einzelheiten dazu können in den jeweiligen Krankenhäusern erfragt werden.

„Allen Verantwortlichen ist die Entscheidung sehr schwer gefallen“, argumentiert die Stadt, „aber das Besuchsverbot trägt der Krisenlage Rechnung und ist aus Sicht der Krankenhäuser zwingend geboten“.

Derweil weitet die Lungenfachklinik Bethanien in Aufderhöhe ihre zentrale Solinger Corona-Testambulanz um zwei Testräume aus. Die Feuerwehr lieferte dafür zwei Container an, die miteinander verbunden sind und auf dem Parkplatz der Klinik aufgebaut wurden. Mit den größeren Testkapazitäten wird auf die ansteigenden Infektionszahlen reagiert.

(uwv)