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Corona: Mutter in Solingen kämpft gegen Maskenpflicht

Schulstart in Solingen : Mutter wehrt sich gegen die Maskenpflicht

Silke Hartkopf ist Mutter einer Fünftklässlerin. Sie hat sich in einem offenen Brief an das Humboldtgymnasium, ans Schuldezernat und an Politiker gewandt. Ihr Ziel: gegen die Maskenpflicht für Schüler weiterführender Schulen zu protestieren.

Hartkopf forderte von Schulleiter Alexander Lübeck „kreative Lösungen“. Sonst werde es Defizite bei den Gymnasiasten geben, speziell bei den jüngeren: Mit Mund-Nasen-Bedeckung falle das Atmen schwerer, sinke die Konzentrationsfähigkeit und steige die Belastung. Hartkopf: „Die Masken durchfeuchten nach kurzer Zeit und werden somit zur Keimschleuder. Sie müssten alle 20 Minuten gewechselt werden.“

Die Verwaltungsvorlage sei klar, entgegnet Oberstudiendirektor Lübeck, der Hartkopf am Montag antwortete. „Das kann nicht eine einzelne Schule entscheiden; daran müssen sich alle halten.“ Nach einem Gespräch mit der Schulaufsicht empfahl er der Ohligserin, sich an das Ministerium zu wenden.

„Die Zeit ist zu knapp, um Unterschriften zu sammeln“, meint Hartkopf. Trotzdem entwickele ihr Anliegen eine Eigendynamik: Durch Facebook habe das Problem Aufmerksamkeit bei anderen Solinger Schulen und auch in  Wuppertal erregt. Sie will die eigene Tochter zwar am Mittwoch zur Schule schicken, ihr aber zu Ruhepausen raten. Zum Essen und Trinken darf die Maske „kurz“ abgenommen werden.

Was ist mit Kindern, die ohne Maske zur Schule kommen? „Wir haben Masken hier“, antwortet Alexander Lübeck. Wer sie ablehne, werde allerdings nicht unterrichtet. Lehrer, die den Sicherheitsabstand einhalten, dürfen die Masken ablegen, damit ihre Klassen Mimik und Aussprache wahrnehmen können. Das leuchtet Silke Hartkopf ebenso wenig ein wie andere Details der Corona-Schutzverordnung.