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Corona in Solingen: Weihnachtsmärkte in Ohligs und am Fronhof fallen aus

Corona im Solinger Advent : Weihnachtsmärkte in Ohligs und am Fronhof fallen aus

Die Werbegemeinschaften in Ohligs und Mitte halten einen Weihnachtsmarkt für ein falsches Zeichen. Sie reihen sich in die Absagen der Solinger Märkte ein.

Der „Weihnachtsdürpel“ in Ohligs und das Weihnachtsdorf in der Innenstadt fallen in diesem Jahr aus. Das haben die jeweils zuständigen Innenstadt-Werbegemeinschaften entschieden. In der vergangenen Woche waren bereits die Märkte rund um Schloss Grünewald, auf Schloss Burg sowie in Wald abgesagt worden. Jetzt folgen Absagen der Stadtteil-Märkte, die am zweiten beziehungsweise dritten Advents-Wochenende geplant waren.

Die Ohligser Werbe- und Interessengemeinschaft (OWG) hat die Absage am Wochenende beschlossen, „weil es nicht klar ist, unter welchen Bedingungen eine Veranstaltung draußen überhaupt noch stattfinden kann“, sagt OWG-Vorsitzende Brigitte Kiekenap auf Anfrage. „Wir haben dazu auch von der Stadt nichts Konkretes erfahren, weil man dort zunächst die Entscheidungen auf Bundes- beziehungsweise Landes-Ebene abwarten wollte.“ Nun jedoch habe der Vorstand eine Entscheidung nicht länger aufschieben können.

Der „Weihnachtsdürpel“ war für das zweite Adventwochenende, vom 3. bis 5. Dezember, in Ohligs geplant gewesen. „Die Entwicklung der letzten Wochen lässt ja leider nicht den Rückschluss zu, dass sich das Infektionsgeschehen in den nächsten zwei Wochen bessert“, sagt Kiekenap. „Im Vorstand haben wir entschieden, dass wir die Veranstaltung nicht guten Gewissens durchführen können. Wir halten es nicht für das richtige Zeichen, angesichts der Lage eine solche Veranstaltung durchzuführen.“

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Auch der mit dem „Weihnachtsdürpel“ einhergehende verkaufsoffene Sonntag in der Ohligser Innenstadt fällt aus, so Kiekenap. „Gerade für die Händler ist das nicht angenehm  – gelinde gesagt.“ Man müsse sich jedoch den Gegebenheiten und somit der aktuellen Pandemie-Entwicklung anpassen, sagt Kiekenap: „Wir müssen uns alle dem Gemeinwohl verpflichten“. Nach der Absage des „Weihnachtsdürpels“ will die OWG sich alternative Aktionen für die Adventszeit überlegen. „Wir werden wohl kleinere Sachen planen im Laufe des Advents.“ Vorstellbar sei beispielsweise Musik auf der Dachterrasse oder ein Nikolaus-Besuch in der Ohligser Fußgängerzone.

Der Vorstand des Werbe- und Interessenringes der Innenstadt hat sich ebenfalls für eine Absage seines Weihnachtsdorfs entschieden. Es hätte am 11. und 12. Dezember stattfinden sollen. Auch der Innenstadt-Ring gibt das derzeitige Infektionsgeschehen als Grund für die Absage an. „Wir bedauern diese Entscheidung sehr. Gerne hätten wir unseren Besuchern und auch uns einige schöne Stunden auf dem Fronhof mit etlichen Musikern und Tanzdarbietungen bereitet“, schreibt der Vorstand in einer Mitteilung. „Aber wir halten es für unverantwortlich, unter den jetzigen Umständen das Weihnachtsdorf durchzuführen“, heißt es weiter.