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Corona in Solingen: Rekordwert bei Sieben-Tage-Inzidenz erreicht - fast 300

Inzidenz bei fast 300 : Solingen meldet neue Corona-Rekordwerte

Die Infektionszahlen in Solingen kennen weiter nur eine Richtung: die nach oben. Innerhalb von nur 24 Stunden steigt der Inzidenzwert in der Stadt von 243 auf 279,8. Jugendfußballer des Post SV Solingen üben Kritik am erneuten Lockdown.

Die Zahlen klettern weiterhin scheinbar ungebremst nach oben. Wie die Stadt Solingen am Donnerstag bekannt gegeben hat, waren zur Wochenmitte insgesamt 530 Personen nachgewiesen mit dem Coronavirus infiziert – was im Vergleich zum Vortag noch einmal einem Anstieg der Gesamtzahl um 26 Betroffene entspricht. Und auch die Patienten, die als Infizierte in einem Krankenhaus behandelt werden müssen, werden immer mehr. So liegen nun 35 Menschen in einer der drei Solinger Kliniken. Zum Vergleich: 24 Stunden zuvor waren es 32 Betroffene gewesen.

Darüber hinaus wurde bei der sogenannten Sieben-Tage-Inzidenz ein neuer Rekordwert gemeldet. Inzwischen hat diese Kennziffer einen Wert von 279,8 neuen Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb der zurückliegenden sieben Tage erreicht, nachdem die Inzidenz am Mittwoch noch mit 242,9 angegeben worden war.

Die Zahl der an beziehungsweise mit dem Coronavirus verstorbenen Menschen blieb hingegen gleich. In der Summe sind seit Beginn der Pandemie im Frühjahr 15 infizierte Menschen in Solingen gestorben. Die beiden bislang letzten Todesopfer waren Ende der vergangenen Woche in der Klingenstadt zu beklagen gewesen.

Die Stadt will am heutigen Freitag über das weitere Vorgehen in der Corona-Krise informieren. Derweil kommt an einzelnen Beschlüssen zur Eindämmung des Virus, wie sie am Mittwoch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sowie den Ministerpräsidenten der Länder auf den Weg gebracht worden sind, auch in Solingen Kritik auf. So meldete sich am Donnerstag unter anderem die Jugendabteilung des Fußballvereins Post SV Solingen zu Wort und bemängelte den erneuten Lockdown, der ab nächster Woche gelten soll.

Man könne „die Aussetzung des Spielbetriebs im Jugendfußballbereich nicht nachvollziehen“, hieß es bem Verein.  „Generell unterstützen wir die Entscheidungen der Bundesregierung und können die Verschärfung der Regeln und Einschränkungen größtenteils nachvollziehen.  Dennoch sind wir überzeugt, dass ein geregelter Trainings- und Spielbetrieb im Breitensport möglich gewesen wäre. Dort wurden sehr gute Konzepte erarbeitet“, sagten die beiden Jugendleiter bei Post SV, Rafael Naczynski und Patrick Wöllner, sowie geschäftsführer Bernd Wolff.