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Corona in Solingen: Inzidenz über 1000 - Stadt mit Appell

Corona-Lage in Solingen : Inzidenz steigt über 1000 – Stadt appelliert an Eigenverantwortung

Die Inzidenz in Solingen ist am Donnerstag über die Marke von 1000 geklettert. Die hohen Infektionszahlen bringen das Gesundheitsamt an seine Grenzen. Schärfere Maßnahmen soll es vorerst nicht geben.

Fast 1600 Corona-Neuinfektionen wurden in Solingen in der vergangenen Woche festgestellt. Damit steigt die Sieben-Tage-Inzidenz erstmals über die Marke von 1000. Das hat Folgen für die Kontaktnachverfolgung. „Die außerordentlich hohen Zahlen an täglichen Corona-Neuinfektionen lassen das Gesundheitsamt der Stadt Solingen derzeit an seine personellen Grenzen stoßen“, teilt die Stadt am Donnerstagmittag mit. Aktuell sei es nicht mehr möglich, alle mit Corona infizierten Bürger oder deren Kontaktpersonen umgehend telefonisch zu kontaktieren.

Stattdessen werde das Team des Gesundheitsamts nun einen Fokus auf die Nachverfolgung der Infektionen in bestimmten Personengruppen legen. Dazu zählen den Angaben zufolge Infektionen und größere Ausbrüche in Schulen und Kindertagesstätten sowie Pflegeeinrichtungen, Krankenhäusern und vergleichbaren Einrichtungen. Das seien die Bereiche, in denen die Zahlen derzeit massiv steigen, heißt es aus dem Rathaus.

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„Besonders in den Schulen und in den Kindertagesstätten – und damit vor allem in der Altersgruppe unter 18 Jahren – ist die Zahl der immunisierten Personen vergleichsweise gering.“ Das spiegele sich in der Inzidenz wider. Die liegt der Stadt zufolge in dieser Altersgruppe bei knapp über 1500.

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Den Rest der Bevölkerung bittet die Stadt eindringlich um Eigenverantwortung. Wer ein positives Testergebnis bekomme, solle nicht erst auf den Kontakt zum Gesundheitsamt warten, sondern sich eigeninitiativ isolieren und alle Kontaktpersonen informieren. In dem Zuge verweist die Stadt auf ihre Internetseite, auf der wichtige Informationen beispielsweise zur Quarantänedauer sowie zu den Möglichkeiten des Freitestens zu finden seien.

Abgesehen von der erhöhten Belastung des Gesundheitsamts ändere sich zunächst nichts in Solingen, wie Stadtsprecher Thomas Kraft auf Anfrage erklärt. „Wir blicken auf die 1000er-Marke im Grunde genauso wie am Donnerstag auf den Wert von knapp 850“, sagt er. Es komme immer wieder vor, dass das Gesundheitsamt ein Schwung von Testergebnissen erreiche, sodass die Zahlen vom einen Tag auf den anderen in die Höhe schnellen.

„Die Zahlen klettern und klettern, aber die Gesamtsituation – vor allem die Lage in den Krankenhäusern – verändert sich momentan kaum“, sagt Kraft. Deswegen werde sich im Umgang mit dem Virus zunächst nichts ändern. „Wir veranlassen keine schärferen Regeln. Wir wissen relativ klar, woran es liegt, dass die Zahlen derzeit so stark steigen.“ Das sei zum einen die schnelle Übertragbarkeit der Virusvarianten, zum anderen Ausbrüche in Kitas und Schulen. „Wir kennen die Ursachen und die Folgen“, so Kraft. „Deswegen können wir sagen, dass wir die Regeln so belassen, wie sie momentan sind.“

Das gelte auch für die politischen Sitzungen, die ab der kommenden Woche wieder starten. Am Montag beispielsweise kommen der Integrationsrat sowie die Bezirksvertretung Ohligs zusammen. Das sei auch angesichts der derzeitigen Corona-Lage weiter geplant, so Kraft. „Der Zugang zu den Gremien-Sitzungen ist sicherzustellen.“ Das sei in Präsenz möglich. Wie bereits zuletzt werde dabei auf Abstand und das Tragen von Masken geachtet, außerdem seien die jeweiligen Sitzungsorte unter 3G-Maßgabe zugänglich.