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Corona-Bonus: Klinikum Solingen und Lukas Klinik gehen leer aus

Regelungen in Solinger Krankenhäusern : Klinikum-Mitarbeiter erhalten Corona-Sonderzahlung

Das Städtische Klinikum und die St. Lukas Klinik erfüllen nicht die allgemeinen Kriterien, um zusätzliches Geld für die Angestellten zu erhalten. Im Klinikum haben sich die Tarifparteien aber auf eine Sonderzahlung geeinigt.

Wenn es um die Bezahlung in Corona-Zeiten geht, gibt es in den Solinger Krankenhäusen durchaus Unterschiede. Denn während die Mitarbeiter der St. Lukas Klinik in Ohligs bei der Auszahlung des sogenannten Corona-Bonus leer ausgehen, können sich die meisten Beschäftigten im Städtischen Klinikum sehr wohl über zusätzliches Geld in der Vorweihnachtszeit freuen.

Zwar werde es einen Corona-Bonus, auf den sich die Krankenkassen und die Krankenhausgesellschaft geeinigt hätten, im Klinikum nicht geben, sagte eine Sprecherin am Donnerstag. Allerdings greife die im Oktober erzielte Tarifeinigung dahingehend, dass Mitarbeiter bis Entgeltgruppe E 15 eine Sonderzahlung erhielten. Diese werde mit dem Dezember-Gehalt 2020 überwiesen und liege zwischen einmalig 300 bis 600 Euro.

Der von Kassen und Krankenhausgesellschaft verabredete Bonus kommt hingegen nur bei einer bestimmten Covid-19-Patientenzahl zur Auszahlung. Das ist weder im Klinikum noch in der Lukas Klinik der Fall. Innerhalb der Kplus-Gruppe, zu der die St. Lukas Klinik gehört, fällt lediglich ein Krankenhaus unter die Bonus-Regelung.

Derweil bleiben die Besuchsverenbarungen weiter in Kraft. Diese besagt, dass bei Inzidenzwerten über 100 ein Besuchsverbot besteht, dass nur in Ausnahmen entfällt. Dazu gehören Begleitpersonen in Kreißsälen, in Kinderkliniken und bei Patienten unter 16 Jahren. Besuche (eine Person) sind zudem im Rahmen von Sterbebegleitungen und bei therapeutischen Gesprächen (Intensivstationen, Paliativstationen, Onkologie). Die Regelung gilt im Klinikum in der St. Lukas Klinik sowie in Bethanien.

(or/uwv)