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Solingen: Cobra beißt auf Festhalle an

Solingen : Cobra beißt auf Festhalle an

Charmant findet Uli Kalkum, Vorsitzender des Vereins Cobra, Überlegungen, mit dem Angebot des Kulturvereins in die Ohligser Festhalle überzusiedeln. „Es gibt ein paar Aspekte, die einen reizen könnten, das zu machen“, sagte der Rechtsanwalt gestern unserer Zeitung. SPD und CDU wollen per Antrag prüfen lassen, ob es sinnvoll sei, wenn sich die Cobra in der Festhalle an der Talstraße engagiere. Auch die derzeit leer stehende Gastronomie könnte dem Trägerverein übertragen werden.

„Die Machbarkeitsstudie ist auf dem Weg“, berichtete Kalkum über den Stand des Verfahrens. Er ist gespannt auf das Ergebnis der Untersuchungen. Wie gehe es rechtlich? Wie rechne es sich wirtschaftlich? Diese Fragen müssten nun geklärt werden. Falls die Cobra in der Festhalle einsteigen sollte, würde das für Kalkum auf jeden Fall der Abschied vom bisherigen Standort an der Merscheider Straße bedeuten. „Beides kann man nicht machen.“ Der Verein Cobra betreibt das gleichnamige Kulturzentrum in Merscheid im Rahmen eines Kooperationsvertrages mit dem Hauseigentümer Stadt Solingen.

Der „phantastische Zustand“ der Festhalle wäre für ihn ein Vorzug. Außerdem hätte die Cobra in Ohligs deutlich mehr Räume als derzeit in Merscheid. Auch die Veranstaltungshalle sei an der Talstraße deutlich größer. Dies eröffne neue Möglichkeiten bei den Veranstaltungen, sagte Kalkum. Andererseits würde ein Umzug in die Festhalle für ihn aber auch das Aus des vorletzten Solinger Kinos bedeuten. „Das wäre äußerst unangenehm.“

Kalkum versprach: Wenn die Cobra nach Ohligs umziehen sollte, bricht das bisherige Angebot in der Festhalle nicht weg. Ohligser, Vereine und die weiteren bisherigen Nutzer bräuchten sich keine Sorgen zu machen. Er werde keine Reduzierung des Angebotes geben.

(RP)