Christuskirche: Ein Ort, der Menschen emotional anspricht

Christuskirche in Aufderhöhe : Ein Ort, der Menschen emotional anspricht

Die modernisierte Christuskirche in Aufderhöhe ist am Sonntag mit einem Gottesdienst wiedereröffnet worden.

Brechend voll war der Kirchenraum an der Opladener Straße in Aufderhöhe. Teilweise waren sogar die Stehplätze knapp, so viele waren gekommen, um zu erleben, wie die seit vergangenem Sommer geschlossene Kirche wieder „ans Netz“ ging. Hell, modern im Design und dennoch einladend und vor allem durch und durch modernisiert, präsentierte sich am Sonntag die Christuskirche der Evangelischen Gemeinde Rupelrath in Aufderhöhe bei ihrer Wiedereröffnung.

Neben brandneuen Prinzipalien, neuem Boden und einer nun im Halbrund verlaufenden Treppe hinauf zum Altar ist der Raum nun auch ton- und lichttechnisch auf der Höhe der Zeit. Außer einer Treppe gibt es barrierefreie Zugänge. Und der bereits im vergangenen Frühjahr eingeweihte Trakt zwischen Kirche und Gemeindehaus ermöglicht eine vielfältige Nutzung.

Mit einem besonderen Gottesdienst der „Elf Uhr-Reihe“ und anschließendem fröhlich-trubeligen Gemeindefest startete die neue Ära des Gemeindelebens in Rupelrath, in dem der Kerngedanke von Gemeinde und Christlichkeit sofort aktiv in die Tat umgesetzt wurde: Mitmenschen mit wahrnehmender Wertschätzung begegnen, sie im Blick haben und sich ihnen zuwenden sei eine wesentliche Botschaft von Jesus Christus gewesen, sagte Pastorin Petra Schelkes in ihrer Predigt.

Um just das noch besser als zuvor leben zu können, sei die Um- und Anbau-Maßnahme vor zwei Jahren gestartet, ergänzte Pfarrer Matthias Clever: „Wir haben das nicht gemacht, damit wir es dann ein bisschen schöner haben, sondern um unseren Auftrag, einladender und heilender Ort für Jung und Alt zu sein, noch besser verfolgen zu können.“

„Hallo Opderhüh – Gut, dass wir einander haben“ als Motto des Gottesdienstes und des anschließenden Gemeindefestes auf dem Kirchengelände wurde somit zur Überschrift über das ganze Projekt. Menschen seien zwar immer wichtiger als Steine, sagte Superintendentin Dr. Ilka Werner in ihrem Grußwort, das sie für den Solinger Kirchenkreis sprach: „Trotzdem sind auch Steine wichtig, weil es eben nicht egal ist, wie Orte aussehen, wenn sie Menschen emotional ansprechen sollen.“

Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), der zur Wiedereröffnung gekommen war, betonte in seinem Grußwort, dass er in erster Linie als Mitchrist und nicht als Amtsperson anwesend sei.

Orte zu schaffen, beziehungsweise buchstäblich auszubauen, die die christliche Botschaft des Miteinanders und Zueinanders lebten und „nach draußen“ trügen, seien enorm wichtig. „Öffnet eure Rupelrather Türen weit und tragt eure Botschaft der Wertschätzung hinaus“, rief er seinen „Mitschwestern und -brüdern im Glauben“ unter prasselndem Beifall zu.

Viel Raum nahmen – neben einer augenzwinkernden Anspielung auf die stressige Bauphase und viel fetziger Worship-Musik von Band und Chor – natürlich auch warmherzige Dankesworte an alle ein, die Mühe, Energie, Zeit und Ideen in die Verwirklichung des Projekts gesteckt hatten.

Ob ausführendes Architekturbüro Trapp, Gestaltungsteam der Gemeinde, Kirchbaumeister Joachim Buchmüller, übermäßig engagierte Küster und viele andere: Sie alle bekamen am Ende des Gottesdienstes minutenlang stehenden Beifall für die vergangenen und tapfer bewältigten Mühen.

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