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CDU spricht sich für „Solinger Modell“ aus

Streit um Schulpolitik : CDU-Fraktion spricht sich für „Solinger Modell“ aus

Die Solinger Christdemokraten kritisieren die Landesregierung für ihre Schulpolitik. Parallel zeigt sich die CDU aber auch mit dem Vorgehen von OB Kurzbach in der Angelegenheit unzufrieden.

Angesichts der nach wie vor angespannten Corona-Situation an vielen Schulen fordert die CDU-Fraktion im Solinger Stadtrat von der CDU/FDP-Landesregierung ein Umdenken in der Schulpolitik. „Die Infektions- und Quarantänezahlen an den Schulen sind seit Wochen unverändert hoch, eine Entspannung kaum in Sicht. Daher wäre eine Senkung des Infektionsrisikos durch Hybridunterricht begrüßenswert gewesen“, kritisierte der schulpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Torsten Küster, am Montag den bisherigen Kurs der Landesregierung.

So habe die ablehnende Haltung von Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) gegenüber geteiltem Unterricht das genaue Gegenteil von dem bewirkt, was eigentlich vorgesehen gewesen sei. „Das Argument, dass nur durch Präsenzunterricht Bildungsgerechtigkeit gegeben sein kann, ist absurd, wenn aufgrund der hohen Quarantänezahlen Lehrkräfte sowie Schülerinnen und Schüler reihenweise ungeplant zu Hause bleiben oder ganze Schulen geschlossen werden müssen“, sagte CDU-Fraktionschef Daniel Flemm.

Gleichzeitig übte Flemm aber auch Kritik an Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD) sowie den Solinger Sozialdemokraten und Grünen. „Ich sehe auch die Verwaltung und den Oberbürgermeister sowie die Fraktionen von SPD und Grünen im Rat in der Pflicht, es bei der gebotenen Sachlichkeit zu belassen und kein politisches Schaulaufen daraus zu machen“, sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende mit Blick auf die Art der Kritik, die die Stadt und die beiden Parteien zuletzt an der Landesregierung geübt hatten.

(or)