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Solingen: CDU gibt Hoffnung nicht auf

Solingen : CDU gibt Hoffnung nicht auf

Die CDU will weiter für den aus der Planung gestrichenen Ausbau der L 229n kämpfen. Am Montag machte Verkehrsexperte Lutz Lienenkämper unweit der A 3-Auffahrt in Landwehr Station.

Im Moment passiere nichts, weiß Jürgen Hermanns aus der Pressestelle des Landesbetriebs Straßen NRW in Köln. Unabhängig vom politischen Willen der Landesregierung sieht Hermanns auch die äußerst angespannte Finanzlage. "Das Geld wird knapper, im Moment werden nur Maßnahmen noch abgeschlossen, die vom Bundesverkehrsministerium grünes Licht bekamen", sagt Hermanns.

Und dazu gehört der Ausbau der B 229n als bessere Anbindung zur A 3 definitiv nicht. Ein Grund für den Verkehrsexperten der Landes-CDU und ehemaligen Verkehrsminister, Lutz Lienenkämper, bei seiner herbstlichen Tour zu den verkehrstechnischen Problemstellen in NRW auch in Landwehr Station zu machen.

Schon zum zweiten Mal, so Lienenkämper, habe rot-grün den Ausbau der Anschlussstelle torpediert, einmal, durch die Herausnahme aus der Bundesplanung, dann durch die Streichung durch die Landesregierung. "Man wirft Solingen damit zurück auf null", sagte der Landespolitiker, der sich Stauzonen, Schlaglöcher ind Dauerbaustellen in ganz NRW anschaut.

Solingens CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Krebs erinnerte beim Ortstermin vor dem Hotel Lohmann an die gute Zusammenarbeit der Langenfelder und Solinger CDU, wenn es um den Kampf für eine bessere Autobahnanbindung gehe. Seine Partei sei "wild entschlossen", dieses "gravierende Verkehrsproblem" zu lösen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Arne Moritz ergänzte: "Jeden Tag stehen Solinger Pendler morgens und abends unnötig im Stau, belasten Anwohner mit Abgasen und Lärm". Sein Langenfelder Kollege Hans-Dieter Clauser ist sicher: "Die Menschen wollen eine Lösung; statt endlich eine leistungsfähige Umgehungsstraße zu planen, bastelt die rot-grüne Landesregierung am Straßenerhalt."

Auch der Langenfelder Bürgermeister Schneider und Solingens Oberbürgermeister Feith äußerten sich positiv zur B 229n, für die es aus ihrer Sicht keine Alternative gibt.

Bürger zahlen die Zeche.

Die Streichung aus der Planung sei Ideologie und keine verkehrstechnische Notwendigkeit, sagt Landrat Thomas Hendele. "Die Zeche zahlen die Bürger in Langenfeld und Solingen, die im Stau stehen und durch Abgase belastet werden."

Erreichen will die Landes-CDU in naher Zukunft auch aus der Opposition heraus eine Rücknahme der rot-grünen Streichliste. "Wir bleiben am Ball und stecken den Kopf nicht in den Sand", sagt Lutz Lienenkämper. Arne Moritz ist sicher: "Die große Mehrheit der Solinger fordert einen sofortigen Anschluss der Viehbachtalstraße an die Autobahn 3.

(RP)