Innenstadt: BV fordert Kreisverkehr am Weyersberg

Innenstadt: BV fordert Kreisverkehr am Weyersberg

Die Bezirksvertretung (BV) Mitte will im neuen Jahr wichtige Themen umsetzen. Dazu gehören neben dem Kreisel auch Zebrastreifen am Busbahnhof, die Grünanlage Dickenbusch und Flüsterasphalt auf der Cronenberger Straße.

Zebrastreifen vor und hinter dem zentralen Busbahnhof in der City, ein Kreisverkehr an der Kreuzung Weyersberg, die Grünanlage Dickenbusch inklusive Spielplatz umsetzen, Flüsterasphalt auf der Cronenberger Straße bis runter zum Café Hubraum und eine bessere Einbindung der Bezirksvertretung Mitte in die Projekte Rasspe-Gelände und Omega: Die Bezirksvertretung Mitte hat sich für das neue Jahr einige Arbeitsschwerpunkte gesetzt. "Wir werden diese Themen zu Beginn der Sitzungsperiode im neuen Jahr diskutieren und Prüfaufträge an die Verwaltung stellen", kündigte Bezirksbürgermeister Richard Schmidt (SPD) an.

Bereits Ende Mai dieses Jahres kamen Überlegungen auf, die derzeit noch beampelte Kreuzung Kotter Straße / Augustastraße / Weyersberger Straße durch einen Kreisverkehr zu ersetzen. "Alles andere macht keinen Sinn", sagte Richard Schmidt mit Blick auf einen besseren Verkehrsfluss. Denn gerade zu den Hauptverkehrszeiten morgens und abends kommt es dort regelmäßig zu Staus - wobei die Straßenführung in unmittelbarer Nachbarschaft zur Klingenhalle nicht nur aus diesem Grund sowohl den Verkehrsexperten im Rathaus als auch der Solinger Politik ein sprichwörtlicher Dorn im Auge ist.

Die Ampeln im Kreuzungsbereich Weyersberger Straße / Kotter Straße / Augustastraße sollen verschwinden - alternativ soll ein Kreisverkehr den Verkehrsfluss lenken. Foto: Kempner (2) / Köhlen (Archiv)

Weil die Kreuzung nämlich in einer Senke liegt und die Ampelanlage, die den Verkehr regeln soll, vor allem von der Weyersberger Straße sowie von der Augustastraße bereits von weitem gut zu erkennen ist, sind Autofahrer immer wieder in der Versuchung, aufs Gaspedal zu treten, um schnell noch bei Grün weiterfahren zu können. Die Verwaltung ist beim Kreisverkehr bereits im Prüfverfahren und will auch die mit diesem Projekt verbundenen Kosten ermitteln. Schmidt und seine Mitstreiter in der Bezirksvertretung wollen den Kreisel im neuen Jahr zumindest auf den Weg bringen.

Ebenso sollen die roten Streifen am innerstädtischen Busbahnhof verschwinden. "Ein richtiger Zebrastreifen am Ohliger Tor auf Höhe des Eiscafés sowie von der Kirchstraße rüber zum Neumarkt - dort, wo die roten Streifen angelegt sind - würde mehr Schutz für die Fußgänger bedeuten", betonte der Bezirksbürgermeister.

Die Grünanlage Dickenbusch soll als Park für die Öffentlichkeit erhalten bleiben und einen Spielplatz bekommen. Foto: Kempner Martin
  • Die Innenstadt braucht verkehrslenkende Maßnahmen

Denn immer wieder komme es dort zu brenzligen Verkehrssituationen, wo Fußgänger die Kölner Straße queren wollen und Autofahrer darauf keine Rücksicht nehmen. "Bei einem Zebrastreifen haben die Fußgänger Vorrang, Autofahrer müssen halten", sagte Richard Schmidt.

Die Umsetzung der Grünanlage Dickenbusch und der Bau eines Kinderspielplatzes auf dem Gelände ist für die Bezirksvertretung ebenfalls ein wichtiges Anliegen für das kommende Jahr. "Auf dem gegenüberliegenden Omega-Gelände soll ja auch Wohnbebauung entstehen. Für die Kinder der Grundschule Katternberger Straße wäre der Spielplatz Dickenbusch ebenso wichtig", meinte der Bezirksbürgermeister im Gespräch mit unserer Redaktion.

Den Verkehrslärm geschädigten Anwohnern der Cronenberger Straße bis runter nach Stöcken beziehungsweise dem Café Hubraum will die Bezirksvertretung Mitte entgegenkommen. Sie will erreichen, dass auf die auch von vielen Lastwagen befahrene Straße mit sogenanntem Flüsterasphalt ausgelegt wird. "Wenn das Rasspe-Gelände entwickelt ist, wird auch dort der Verkehr weiter zunehmen", sagte Richard Schmidt. "Viele Anwohner fühlen sich durch den Verkehrslärm gestört, das muss sich ändern".

Ohnehin findet er, dass die Bezirksvertretung Mitte bei der Entwicklung des Rasspe-Geländes und auch des Omega-Areals in der Stadtmitte nicht ausreichend eingebunden ist. "Bei diesen beiden wichtigen Projekten wird die Bezirksvertretung nur stiefmütterlich behandelt. Wir wollen hier mehr einbezogen werden", sagte Richard Schmidt mit Blick auf die Wirtschaftsförderung.

(uwv)