Solingen: Burger Seilbahn trotzt dem Regenwetter

Solingen : Burger Seilbahn trotzt dem Regenwetter

Momentan erinnert der Sommer eher an die herbstlichen Monate. "Wir trotzen dem Regen", sagt Stefan Irlenbusch von der Geschäftsleitung der Seilbahn Burg GmbH. Trotzdem hält das Team der Seilbahn seinen Fahrbetrieb selbst bei Feuchtigkeit und geringen Außentemperaturen aufrecht.

Von Dienstag bis Sonntag, jeweils zwischen 10 und 18 Uhr, fährt die Seilbahn.

"Bei Regen werden unseren Fahrgästen traditionell Regenschirme während der Fahrt kostenlos zur Verfügung gestellt", verspricht Irlenbusch. Auf den Seilbahn-Sesseln müssen seine Fahrgäste ebenfalls nicht mit nassem Untergrund rechnen. Bevor die Mitfahrenden Platz nehmen, werden die Sessel vom Regenwasser befreit. "Oftmals kommt sich das Seilbahn-Personal wie in einer Autowaschanlage vor", sagt Stefan Irlenbusch.

Vorsicht sei allerdings geboten, wenn ein Gewitter aufzieht oder generell Unwetter und Stürme zu erwarten sind. Dann ruht der Fahrbetrieb der Seilbahn aus Sicherheitsgründen. Stefan Irlenbusch ist nicht begeistert von der momentanen Wetterlage: "Deshalb behalten wir uns vor, während Schlechtwetterlagen den Betriebsbeginn von 10 Uhr auf die Mittagsstunden, beziehungsweise den Betriebsschluss von 18 Uhr auf die Spätnachmittagstunden zu verlegen." Die Gründe dafür seien ein geringes Fahrgastaufkommen bei Dauerregen. Außerdem sind nicht nur die Mitfahrenden dem schlechten Wetter ausgesetzt, sondern auch stets zwei Seilbahnmitarbeiter.

"Lässt sich an Regentagen die Sonne kurz blicken, nutzen oft einige Fahrgäste unsere Seilbahn, um dann allerdings lange aus dem Café nicht zurückzukehren", beschreibt Irlenbusch seine Erfahrung. Die Folgen für das Seilbahn-Personal seien lange Wartezeiten im Regen und ein kaum einträgliches Geschäft. "Wir möchten immer für unsere Fahrgäste da sein, müssen manchmal jedoch abwägen, ob dies sinnvoll und lohnenswert ist", sagt Betreiber Stefan Irlenbusch und bittet um Verständnis. Ihm sei viel daran gelegen, sich für Burg stark zu machen, gerade während der touristisch interessanten Sommerferien. "Gemeinsam müssen wir gegen den allgemeinen Leerstand in Burg ankämpfen, und ich finde es schade, dass etwa das Café Meyer noch bis Anfang August wegen Urlaubs geschlossen ist."

(pbm)