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Solingen: Bunker am Theater soll verschwinden

Solingen : Bunker am Theater soll verschwinden

Auf Vorschlag der Verwaltung soll auf die Bunkerreste am Theater und Konzerthaus verzichtet werden. Der Stadtrat will zudem einen Beschluss fassen, die Treppe / Rampe nicht weiter zu verfolgen. Fördergelder seien nicht in Gefahr.

Der Bunker, zumindest ein Teil davon, ist freigelegt und "schmückt" das Theaterumfeld. Das wurde in den vergangenen Wochen und Monaten umfangreich aufgehübscht. Neue Wege wurden angelegt und dabei auch von der Politik bemerkt, dass es weder eine Treppe noch eine Trampe oder Rampe braucht, um den Zugang zum Theater und Konzerthaus aufzuwerten.

Ein Beschluss, das Vorhaben eines Treppenbaus nicht weiter zu verfolgen, wurde Anfang Juli bereits im Planungsausschuss gefasst. Der Stadtrat will in seiner nächsten Sitzung nachziehen. Nach Prüfung der Sachlage hat der Fördergeber im Juni schriftlich bestätigt, dass es zu keinen förderrechtlichen Konsequenzen kommt, wenn auf eine zusätzliche gestalterische Aufwertung durch Rampen (oder Treppe) verzichtet wird.

Gleichzeitig wurde die Verwaltung vor den Sommerferien aber auch beauftragt, die Planung des Theaterumfeldes behindertengerecht fortzusetzen. Das ist zum großen Teil geschehen. Den Auftrag, Vorschläge für die Beseitigung des Bunkers beziehungsweise die Einbeziehung der Bunkerreste ins neue Theaterumfeld vorzulegen, hat die Verwaltung jetzt auch erledigt. Ergebnis: Die Gestaltung der Freifläche soll ohne Bunkerreste vorgenommen werden.

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Das sieht jedenfalls eine Beschlussempfehlung der Stadtentwicklung an die Bezirksvertretung Mitte (21. September), den Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt, Klimaschutz und Mobilität (25. September) sowie den Rat der Stadt Solingen vor, der am 28. September tagt. Da es keine Treppe oder Rampe braucht, wird das Theater und Konzerthaus von daher in Zukunft über drei barrierefreie Zugänge erschlossen. Hierzu gehören die barrierefreie Zuwegung von der Bushaltestelle zum Vorplatz des Eingangsbereiches, die behindertengerechte Rampe vom rückwärtigen Parkplatz zum seitlich des Gebäudes verlaufenden Fußwegs sowie die direkte Wegeanbindung von der Burgstraße aus. "Da der bereits neu geschaffene Weg zwischen der neuen Signalanlage an der Konrad-Adenauer-Straße und dem Theater-Haupteingang eine ausreichende und gestalterisch überzeugende Zuwegung darstellt, besteht derzeit keine Notwendigkeit mehr, die Rampen anzulegen", begründet Stadtdirektor Hartmut Hoferichter diesen Vorschlag.

Diskutiert wurde im Sommer auch, den ehemaligen Luftschutzbunker der im Jahr 1957 abgebrannten Stadthalle als Ausstellungsraum zu nutzen - zum Beispiel für eine Dauerausstellung zum Bombenkrieg. Doch diese Idee lässt sich nach Einschätzung der Verwaltung nicht umsetzen, ohne erhebliche Summen in die Bausubstanz sowie die technische Aufrüstung des seit Jahrzehnten aufgegebenen Bunkers zu investieren.

Ein wesentlicher Grund: Der Originalzugang zum Bunker war im Zuge des Theaterneubaus zwischen 1960 und 1963 zerstört und überbaut worden. Der Einstieg ist jetzt nur noch unter erschwerten Bedingungen über eine eiserne Leiter durch einen schmalen Schacht möglich. Eine Belüftungsanlage existiert nicht mehr.

Die Bauarbeiten zur Aufwertung des Theaterumfeldes sind weitestgehend abgeschlossen. Über die Sommerpause wurden weitere Überlegungen zur Gestaltung der Freifläche ohne Bunkerreste angestellt und eine Kostenschätzung zur Beseitigung der Bunkerreste eingeholt, die dem Ausschuss für Stadtentwicklung am 25. September vorgestellt werden soll.

Nachdem die Außenarbeiten fast erledigt sind, wird im Theater selbst seit dem 21. Juli mit Hochdruck gearbeitet. Denn das Konzerthaus erhält eine neue Toilettenlage. Die bestehende wurde komplett entkernt. Zwischen den bestehenden Räumen für Damen und Herren entsteht ein komplett neuer Bereich für behinderte Menschen. Anfang Dezember soll die neue Anlage fertiggestellt sein. Bis dahin stehen vor dem Theater Toilettenwagen.

(uwv)