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Bundestagswahl 2021 in Solingen: SPD

Bundestagswahl 2021 in Solingen : „Wir haben auf die richtigen Kandidaten gesetzt“

Bei der „Wahlparty“ im Foyer des Theater und Konzerthauses musste lange auf das Endergebnis gewartet werden. Nur wenige Menschen waren gekommen. SPD, Grüne und FDP freuten sich über die erzielten Ergebnisse.

Lange mussten die wenigen Gäste der „Wahlparty“ im Foyer des Theater und Konzerthauses warten, bis das Endergebnis für den Wahlkreis 103 insgesamt und die Solinger Ergebnisse feststanden. Doch für den Sportausschuss-Vorsitzenden Ernst Lauterjung (SPD) stand schon frühzeitig fest, „dass für uns eingetroffen ist, was wir erwarten konnten“. Und das nicht nur für den Bund – sondern auch für die Ergebnisse in Solingen, Remscheid und den Wuppertaler Stadtteilen Cronenberg und Ronsdorf. „Wir haben auf die richtigen Kandidaten gesetzt – in Solingen und in Berlin“, befand die SPD-Fraktionsvorsitzende im Stadtrat, Iris Preuß-Buchholz.

Mit ein Erfolg sei es gewesen, dass die „Partei so geschlossen wie lange nicht“ aufgetreten sei. Und Preuß-Buchholz ist sicher: „Ingo Schäfer wird den Wahlkreis 103 im Bundestag sehr gut vertreten.“

CDU-Parteichef Sebastian Haug sprach dagegen angesichts derber Stimmenverluste von einem „unbefriedigenden Ergebnis“. Zwar zeigte sich Haug mit dem Wahlkampf vor Ort zufrieden. „Doch der Kanzlerkandidat Armin Laschet ist lange Zeit nicht präsent gewesen“, monierte Haug.

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Freude herrschte angesichts „der hohen Zuwächse“ bei Thilo Schnor (Bündnis 90 / Die Grünen). „Wir haben einen tollen, engagierten Wahlkampf geführt. Jüngere und ältere Mitglieder haben für das zweistellige Ergebnis gesorgt. „Wir sind zwar mit einer hohen Erwartung gestartet, gleichwohl werte ich das Ergebnis als großen Erfolg“, sagte Schnor mit Blick auf Umfragewerte, als der Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock noch mehr als 20 Prozent zugesprochen worden waren.

Immerhin hat Silvia Vaeckenstedt das Wahlergebnis von vor vier Jahren mehr als verdoppelt. Sowohl bei den Erst-, als auch den Zweitstimmen. Ihr Ziel war es insbesondere, mehr Stimmen als die AfD zu erhalten. „Das ist mehr als gelungen“, freute sich die Teamleiterin der Agentur für Arbeit in Bergisch Gladbach. Vaeckenstedt erreichte bei den Erststimmen im Wahlkreis 103 immerhin mehr als zwölf Prozent. Der AfD-Kandidat kam lediglich auf etwas über acht Prozent. Bei den Zweitstimmen kam die Kandidatin der Grünen sogar auf über 14 Prozent und lag abermals deutlich vor der AfD.

Für den Fraktionsvorsitzenden Jürgen Albermann hat der FDP-Kandidat Dr.Robert Weindl ein „respektables Ergebnis“ erzielt. Denn Weindl konnte die Zahlen der Liberalen gegenüber 2017 deutlich ausbauen – bei den Erst- und auch den Zweitstimmen gab es ein zweistelliges Ergebnis. Bei den Zweitstimmen (12,3 Prozent) erreichte der Arzt sogar mehr als die FDP im Bund.

Eine Präferenz für eine Koalition im Bund hat Jürgen Albermann nicht. Möglich wäre bei einem Dreier-Bündnis eine Ampel (SPD, FDP und Grüne) sowie eine Jamaika-Koalition mit CDU/CSU, FDP und Grünen. Albermann: „Wir haben alle das gleiche Ziel. Wir müssen dem Klimawandel begegnen.“ Zwar seien die Wege dorthin noch unterschiedlich. Daher seien Kompromisse erforderlich.

Eine Große Koalition aus CDU und SPD will jedenfalls niemand mehr in der Bevölkerung, erklärte Josef Neumann. Der SPD-Landtagsabgeordnete findet, die SPD habe ein „herausragendes Ergebnis“ erzielt. Vor Monaten habe die Partei bei 15 Prozent gelegen. Neumann: „Die CDU bekommt jetzt die Probleme, wie wir sie vor zwei, drei Jahren hatten.“

Hier geht es zur Bilderstrecke: „Wahlparty“ zur Bundestagswahl 2021 in Remscheid/Solingen