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Solingen: Bürgerinitiative wirft Politikern Ignoranz vor

Solingen : Bürgerinitiative wirft Politikern Ignoranz vor

Die Bürgerinitiative "Rettet das Ittertal" zeigt sich enttäuscht vom Abstimmungsverhalten der Solinger Vertreter im Regionalrat. Diese sind der Mehrheitsentscheidung des Regionalrates Düsseldorf gefolgt und haben für den Entwurf des neuen Regionalplans für den Regierungsbezirk gestimmt.

Demnach bleiben Buschfeld, Fürkeltrath 2, Keusenhof und Piepersberg-West unverändert mögliche Areale für neue Gewerbegebiete. "Die Vertreter stellen sich somit gegen Mehrheitsbeschlüsse ihrer Partei- und Ratskollegen in den Stadträten Solingen und Haan. Danach sollte Buschfeld aus dem Regionalplan genommen werden", schreibt Ingo Hill von der Bürgerinitiative.

"Die genannten Regionalratsmitglieder haben so alle Empfehlungen der Gutachten und Bürgervoten ebenso wie den mittlerweile viel geringeren Neuflächenbedarf ignoriert", zeigt sich Hill enttäuscht. Eine Ausweisung von neuen Gewerbegebieten auf Grünflächen sei unnötig. "Gerade für eine Stadt, die eine nachhaltige Modellkommune in NRW werden will und viel Wert auf regionale Nahrungsmittelversorgung und Bürgerbeteiligung legt, ist das kein gutes Signal an die Bürger", so Hill.

Auch die im "Gesamtgutachten Ittertal" aufgestellten Forderungen, die Flächen Fürkeltrath 2 und Piepersberg-West auf die Hälfte zu reduzieren, würden nicht umgesetzt. "Die Bürger dürfen sich fragen, was die vielen anderslautenden Gutachten und Bürgerbefragungen gebracht haben, wenn sich nichts ändert und Mehrheitsbeschlüsse von Stadträten ignoriert werden", so Hill. Die Bürgerinitiative appelliert an CDU und BFS, "sich für den Erhalt vom Buschfeld als Grünfläche gemäß der Stadtratsmehrheit, die sie selbst mitgetragen haben, einzusetzen".

(cis)