Solingen: Bürgergilde kämpft um den Kotten

Solingen: Bürgergilde kämpft um den Kotten

Eigentlich will die Walder Schützen- und Bürgergilde das Sommerfest im August im sanierten Kotten an der Locher Straße feiern. Doch das ist ziemlich ungewiss, wie der stellvertretende Vorsitzende Peter Sengespeik unserer Zeitung berichtete. Denn die Arbeiten ruhen seit fast einem halben Jahr. Deshalb ist nun auch eine außerordentliche Vorstandssitzung erforderlich geworden. Der Heimatverein will die historische Maschinenhalle, den Lagerraum und die Schmiede zu einem kulturellen Treffpunkt in dem Stadtteil ausbauen. Wegen der hohen Auflagen des Denkmalschutzes scheint dies aber fraglich. "Der Gildevorstand ist sich einig, dass der Kotten möglicherweise nicht das geeignete Objekt ist", betonte Sengespeik. "Wir haben bei der Unteren Denkmalbehörde jetzt um einen Gesprächstermin gebeten, um für beide Seiten eine Lösung herbeizuführen", sagte Sengespeik. Dieses Gespräch soll möglichst schnell stattfinden. "Wir kämpfen weiter um den Kotten – auch im Sinne des Denkmalschutzes."

Knackpunkt ist der alte, unregelmäßige Holzboden mit seinen starken Gebrauchssspuren, den die Denkmalschützer als Zeugnis der früheren Nutzung erhalten wollen. Nach Sengespeiks Worten ist der Boden in der Form allerdings für den Nutzungsgedanken der Gilde nicht geeignet. Der Heimatverein ist seit 2006 Mieter im dem 1887 erbauten Industriegebäude. Der Sanierungsaufwand wir mit knapp 140 000 Euro beziffert.

(RP)