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Solingen: Bürger sollen Müllwerkern helfen

Solingen : Bürger sollen Müllwerkern helfen

Trotz Minustemperaturen fahren die TBS-Mitarbeiter weiter ihre Touren. Das Problem ist aber, dass Müll oft festfriert. Wegen Verletzungsgefahr können die Müllwerker den Abfall nicht losklopfen. Die Stadt gibt Tipps, wie Ärger mit dem Müll in der kalten Jahreszeit vermieden wird.

Der augenblickliche Dauerfrost macht auch den Müllwerkern bei den Technischen Betrieben Solingen (TBS) der Stadt zu schaffen. Trotz eisiger Temperaturen müssen die TBS-Mitarbeiter tagtäglich in die Kälte hinaus, um ihre Touren durch Solingen zu bewältigen. Besonders ärgerlich ist es dann, wenn der Zeitplan aufgrund festgefrorener Deckel von Mülltonnen durcheinander zu geraten droht. Dabei gibt es eine Reihe von einfachen Tricks, wie Bürger den Müllwerkern ihren Job erleichtern können.

"Bei einem zugefrorenen Mülltonnendeckel reicht es zumeist aus, einmal mit der Faust kräftig auf den Deckel zu schlagen", sagt Stadtsprecher Lutz Peters. Die Tonne ginge danach wieder auf, so Peters, der darüber hinaus einen Ratschlag parat hat, wie die Mülltonnendeckel dauerhaft eisfrei bleiben. So reiche es, ein Stück Pappe oder Holz auf dem Rand der Tonne zu platzieren, um zu erreichen, dass der Deckel nicht mehr anfriere.

Das allerdings verhindert nicht, dass die Müllbeutel in den Tonnen frieren können. Ein Umstand, der dann häufig zu Ärger sowohl bei den TBS-Mitarbeitern, als auch bei den Bürgern führt. Denn die Müllwerker haben erstens keine Zeit, per Hand die gefrorenen Müllbeutel locker zu klopfen — was dazu führt, dass die Tonnen zum Ärger ihrer Besitzer bisweilen halb voll vor die Haustüren zurückgestellt werden müssen.

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Und zweitens ist es den TBS-Mitarbeitern aus Sicherheitsgründen nicht möglich, "eben mal" mit der Hand in die Tonnen zu greifen, um den Müll zu lockern. "Die Verletzungsgefahr durch Scherben, Messer, Spritzen und andere scharfe oder spitze Gegenstände ist viel zu groß", sagt Stadtsprecher Peters.

Doch auch für diese Fälle hält die Stadt Tipps bereit, wie die Bürger den Müllwerkern helfen können. So sei es sinnvoll, vor dem Befüllen den Boden des Mülleimers mit Papier auszulegen. Der Abfall sollte darüber hinaus nicht zusammengepresst, nasse Küchenreste zusätzlich in Papier eingewickelt und Restmüll nur in fest zusammengebundenen Tüten in die Tonnen gelegt werden. Weiter sei es in der kalten Jahreszeit ratsam, für die Mülltonnen einen frostsicheren Platz zum Beispiel in Garagen, Carports oder an Hauswänden zu wählen.

Sollte aber der Müll trotz aller Maßnahmen dennoch festklumpen und die Tonne deshalb nicht vollständig entleert werden, ist dies auch nicht schlimm. Denn dann darf bei der nächsten Leerung ein Müllsack dazu gestellt werden, der so groß ist wie die Tonne selbst.

(RP/rl)