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Solingen: „Borderline“ als Thema der Seelenwelten

Solingen : „Borderline“ als Thema der Seelenwelten

„Die Ausstellung hat es schon ganz schön in sich“, sagt Dagmar Becker von der Bergischen Volkshochschule (VHS). Gemeint ist eine Plakatausstellung zum Thema „Borderline“-Störung. Im Rahmen der Veranstaltung „Seelenwelten – Begegnungen zwischen Psychiatrie und Kunst“ wird es zwei Programmpunkte zu der Persönlichkeitsstörung „Borderline“ geben.

Immer mehr junge Menschen leiden unter dieser Krankheit und sind ihren Gefühlen meist vollkommen ausgesetzt. Oft helfen nur brachiale Mittel wie Selbstverletzungen, die innere Ruhe und Ausgeglichenheit herzustellen. „Diese Menschen leben an der Grenze zum Durchdrehen“, sagt Nils Greve vom Psychosozialen Trägerverein. Mit einer Ausstellung und einem Theaterstück soll auf die Krankheit aufmerksam gemacht werden. Beide richten sich an Betroffene, Angehörige und Interessierte.

Die Plakatausstellung „Tagebuch borderline – borderland“ wird am Dienstag, 5. Dezember, um 18 Uhr eröffnet. Christiane Tilly, Ergotherapeutin und „Borderline“-Erfahrene, sowie der Psychiater Dr. Ewald Rahn werden in der dritten Etage der VHS (Mummstraße 10) zu Gast sein. Martina Schwarz hat in ihrer Diplomarbeit ihre Erfahrungen und die anderer Betroffener künstlerisch verarbeitet. Auf 32 Plakaten vermitteln Collagen, bestehend aus Fotos, Zeichnungen und Texten einen Einblick in das Leben der Betroffenen. Bis zum 20. Dezember wird die Ausstellung zu den VHS-Öffnungszeiten sehen sein.

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Am Freitag, 15. Dezember, gibt es eine Aufführung des Jungen Theaters Leverkusen mit dem Titel „Ritzen“. Das Stück stammt von Walter Kohl, die Regie hat Markus Höller, Darstellerin ist Bettina Storm. Diese spielt ein junges Mädchen, das in die sie umgebende Leere hinein von der Leere in ihrem Körper erzählt. Das einzige Mittel, das sie hat, etwas von sich und der Welt zu fühlen, ist das Ritzen ihrer Haut. Erst wenn sie Blut sieht, weiß sie, dass sie noch am Leben ist. „Dieses Ein-Personen-Stück ist unglaublich eindringlich“, sagt Nils Greve, der das 60-minütige Theaterstück bereits gesehen hat. Insgesamt ist das Werk spannend, lehrreich und anregend.

Man kann das merkwürdige Verhalten von Bekannten besser einordnen und fühlt sich genauer informiert, heißt es in der Vorschau zudem Stück. Beginn ist um 19 Uhr im Forum der VHS.

Weitere Informationen unter www.seelenwelten-info.de

(RP)