BfS fürchtet Ausverkauf im Klinikum Solingen

Diskussion ums Solinger Krankenhaus : BfS fürchtet Klinikum-Ausverkauf

Bürgergemeinschaft attackiert andere Parteien und OB Kurzbach (SPD) scharf.

Die Bürgergemeinschaft für Solingen (BfS) lehnt Auslagerungen bei der Sanierung des Städtischen Klinikums Solingen weiter ab und befürchtet, dass eine Ausgliederung der Wäscherei lediglich der Anfang eines Dominoeffekts wäre.

„Viele weitere Bereiche sollen wohl folgen“, hieß es am Dienstag bei der BfS, die davon ausgeht, dass die Verhandlungen über eine Kooperation mit dem ebenfalls kommunalen Krankenhaus in Leverkusen mittlerweile zumindest partiell gescheitert sind. „Nach dem (Teil-)Scheitern der Verbundgespräche soll als erstes die moderne und gut funktionierende Wäscherei des Städtischen Klinikums Solingen an einen Fremdanbieter ausgelagert werden“, mutmaßte die BfS in diesem Zusammenhang.

Gleichzeitig ging die Bürgergemeinschaft für Solingen mit der politischen Konkurrenz in der Klingenstadt hart ins Gericht. So verwundere es nicht, dass „gerade Klientel-Parteien für Besserverdiener die Auslagerung der Wäscherei und anderer Bereiche zu Lasten der ohnehin schon gering vergüteten Mitarbeiter befürworten“, erklärte die BfS.

Im Gegensatz zu Oberbürgermeister Tim Kurzbach und fast allen anderen Parteien vertrete die BfS die Position, dass eine „Auslagerung von mehr und mehr Arbeitsbereichen der falsche Weg“ sei. So widerspreche eine Ausgliederung der Wäscherei der städtischen Nachhaltigkeitsstrategie, wenn die Wäsche in Zukunft möglicherweise „klimabelastend hunderte von Kilometern hin und her transportiert“ werden solle.

„An der Seite der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter setzen wir uns weiter für Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Klimaschutz ein“, sagte der BfS-Fraktionsvorsitzende und Oberbürgermeisterkandidat der Bürgergemeinschaft, Jan Michael Lange, am Dienstag.

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