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Solingen: Betreuung der Kinder immer wichtiger

Solingen : Betreuung der Kinder immer wichtiger

Stadtdirektor Hartmut Hoferichter erwartet in den nächsten Schuljahren eine Steigerung auf 90 Gruppen im offenen Grundschul-Ganztag. Auch in den Kitas müssen noch weitere Plätze geschaffen werden.

Immer mehr Eltern melden ihre Kinder in Kitas an. Bei der Stadt rechnet man damit, dass ab dem Sommer fast 4000 Mädchen und Jungen allein in der Altersklasse über drei Jahren eine Einrichtung besuchen werden. Und das hat wiederum Auswirkungen auf die Versorgung mit Plätzen für unter Dreijährige.

So wird das Ausbauziel von 35 Prozent im Sommer noch nicht ganz erreicht werden. Im Kindergartenjahr 2013/14, das am 1. August beginnt, stehen in den Kitas der Stadt sowie bei der Tagespflege insgesamt 1307 Plätze zur Verfügung. In der städtischen Ausbauplanung für den U-3-Bereich sind jedoch 1365 Betreuungsstellen für Kleinkinder vorgesehen.

Bei einer gemeinsamen Sitzung von Schul- und Jugendhilfeausschuss gestern im Stadtsaal Wald zeigte sich die Verwaltung aber optimistisch, ab August jedem angemeldeten Kind einen Platz anbieten zu können.

Apropos Platz: Nach wie vor fehlen an Grundschulen zusätzliche Räume für Kinder der offenen Ganztagsgruppen. Der Bedarf sei unbestreitbar vorhanden, sagte Stadtdirektor Hartmut Hoferichter während der Sitzung der Schul- und Jugendpolitiker. Die Stadt reagiert mit einem weiteren Investitionsprogramm. Ausgebaut werden nun die Grundschulen Yorck- und Gottlieb-Heinrich-Straße. Darüber hinaus sind an sechs Grundschulen in den kommenden Jahren Ausbauprojekte vorgesehen: unter anderem an den Grundschulen Aufderhöhe, Schützen- und Gerberstraße, Kreuzweg sowie Rosenkamp.

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85 offene Ganztagsgruppen bieten die 21 Solinger Grundschulen derzeit. Rund 2000 Kinder sind in den Gruppen angemeldet. Das ist gut jedes dritte Grundschulkind. Erwartet werden weiterhin steigende Zahlen. Nach Hoferichters Worten kalkuliert die Stadt in den nächsten Schuljahren mit insgesamt 90 Gruppen des Nachmittagsangebotes. Mit den Kindern der "verlässlichen Grundschule von 8 bis 13 Uhr" würde demnach mindestens die Hälfte aller Grundschüler eine Betreuung wahrnehmen, berichtete der Stadtdirektor. Für Angelika Witoch (Grüne) geht es bei dem Nachmittagsangebot längst nicht nur ums Lernen im engeren Sinne. "Wir möchten, dass die Kinder im offenen Ganztag auch ein gesundes Mittagessen bekommen, keine Fertigprodukte", betonte sie.

Einig waren sich die Ausschusspolitiker bei der Bedeutung der Schulsozialarbeit: Der Start sei gut gelungen. Einiges sei auf den Weg gebracht worden, sagte Jugendhilfeausschuss-Vorsitzender Tim Kurzbach (SPD). Mit Nachdruck appellierten die Jugend- und Schulpolitiker, die Schulsozialarbeit in Zukunft durch eine gesicherte Finanzierung fortzuführen.

(RP/rl)