Bergischer Mittelstand verzeichnet volle Auftragsbücher

Konjunkturbarometer : Mittelstand verzeichnet volle Auftragsbücher

Die Stimmung unter den Bergischen Mittelständlern ist gut – sogar besser als im bundesweiten Maßstab.

Die Stimmung unter den Bergischen Mittelständlern ist gut – sogar besser als im bundesweiten Maßstab. Das geht aus der gerade veröffentlichten Frühjahrsumfrage von Creditreform Solingen hervor. 80 Prozent der befragten Unternehmen in Solingen, Remscheid, Leverkusen und den Städten der Umgebung bewerteten demnach ihre Auftragslage als „gut“ oder „sehr gut“. Nur 3,8 Prozent vergaben die Schulnote „ausreichend“. Im Vorjahr waren das mit 4,3 Prozent geringfügig mehr. Die Noten „mangelhaft“ oder „ungenügend“ vergab niemand. Damit erreicht die Auftragslage in der Region wie bereits im Frühjahr 2018 die Durchschnittsnote 2,0. Ihre Angebotspreise konnte die Hälfte der befragten Unternehmen halten, 46 Prozent Preiserhöhungen am Markt durchsetzen.

44,6 Prozent der Bergischen Mittelständler berichteten von Umsatzsteigerungen – im Vorjahr waren es nur 36,8 Prozent, bundesweit in diesem Frühjahr nur 30,6 Prozent. Besonders günstig ist die Situation laut Umfrage bei Bauunternehmen und Dienstleistern – unter dem Durchschnitt liegen hingegen Händler und Industriebetriebe.

Die Lage mittelständischer Unternehmen untersucht die Creditreform Wirtschafts- und Konjunkturforschung stets im Frühjahr und Herbst. Die Umfrage berücksichtigt Unternehmen, die mehr als zehn und höchstens 500 Mitarbeiter beschäftigen. Zu den Charakteristiken des Bergischen Landes zähle dabei die hohe Zahl der eher kleinen Mittelstandsbetriebe, heißt es in der Analyse: So waren in acht von zehn befragten Firmen zwischen zehn und 50 Mitarbeiter in Lohn und Brot. Auch auf den Arbeitsmarkt habe sich die gute Konjunktur ausgewirkt: 4000 neue Stellen habe der regionale Mittelstand im vergangenen halben Jahr geschaffen. Auch dabei haben Dienstleister und Baubetriebe die Nase vorn. Speziell in Solingen stellten 34,4 Prozent der Betriebe neues Personal ein – 6,3 Prozent berichteten von Entlassungen.

Auch für die Zukunft sind die Bergischen Mittelständler optimistisch: Sechs von zehn rechnen damit, dass die Geschäftslage im kommenden halben Jahr stabil bleibt, gut ein Drittel geht sogar von einer Verbesserung aus. 51 Prozent erwarten zudem weitere Umsatzsteigerungen. Von steigenden Erträgen gehen 39 Prozent aus. Mit dieser Aussicht verknüpfen die Mittelständler auch zusätzliche Arbeitsplätze: 3500 Stellen wollen die Betriebe schaffen. Nur die Investitionsbereitschaft kann da nicht mithalten: Nur 49 Prozent der Befragten gaben an, in nächster Zeit investieren zu wollen.