Bergischer HC: Löwen fegen Emsdetten aus der Klingenhalle

Bergischer HC : Löwen fegen Emsdetten aus der Klingenhalle

Der Bergische HC demonstriert beim 31:25-Erfolg in der 2. Handball-Bundesliga seine Stärke. Die Bilanz bleibt mit 26:0-Punkten perfekt.

Am Freitag war der Bergische HC ins Straucheln geraten. Doch mit ein bisschen Glück genügte sogar eine mäßige Vorstellung zum 27:26-Erfolg in Wilhelmshaven. Würde sich dieser Fast-Stolperer im Heimspiel gegen den TV Emsdetten bemerkbar machen? Überhaupt nicht. Nach einem nachlässigen Start spielten die Löwen ihren schwächelnden Kontrahenten an die Wand und gewannen nach einem überragenden 18:9-Vorsprung zur Halbpause am Ende 31:25.

Anlass zur Sorge, dass die Partie in Wilhelmshaven Spuren hinterlassen haben könnte, gab es nur zu Beginn. Linus Arnesson agierte bei seinem ersten Passversuch auf Milan Kotrc etwas zu lässig, Leos Petrovsky vergab frei vom Kreis. Auf der anderen Seite durfte Emsdetten relativ unbedrängt agieren. Die Löwen lagen folgerichtig 1:3 hinten, kamen dann aber bestens ins Spiel. Kotrc verkürzte per Heber von außen, und Maciej Majdzinski setzte das erste dicke Ausrufezeichen. Der 21-Jährige tanzte die Abwehr aus, kam frei zum Abschluss, warf aber TVE-Torhüter Konstantin Madert an.

"Das hat mich schon massiv geärgert, dass ich das Ding nicht gemacht habe", meinte Majdzinski im Nachgang. Kurz schüttelte sich der Pole im Ärger über den verpatzten Abschluss - sein Selbstvertrauen war dadurch allerdings nicht geschmälert. Im Gegenteil: "Da war ich dann schon ein bisschen böse. Vielleicht hat es dazu geführt, dass ich noch ein bisschen mehr machen wollte." Nachdem der TVE im nächsten Angriff gescheitert war, nahm sich Majdzinski den Wurf und traf zum 3:3.

Die Entschlossenheit des Linkshänders war erneut beispielhaft. Ohne Rücksicht auf seine körperliche Unversehrtheit war er für einige der spektakulärsten Treffer der Gastgeber zuständig. Viermal traf er bis zur Pause. Ob er damit zufrieden war? "Wie sage ich immer - es war okay", übte sich Majdzinski in Bescheidenheit. Bester BHC-Torschütze der ersten Hälfte war er damit übrigens nicht. Die Außen, Milan Kotrc auf der linken (5) und Arnor Gunnarsson (6) auf der rechten Seite, waren aufgrund des starken BHC-Tempospiels erfolgreicher.

Offensiv waren die Bergischen nicht aufzuhalten. Die Gäste hingegen ergaben sich recht früh in ihr Schicksal. Die Qualitäten eines Topteams, die nach 16:2-Zählern zum Saisonstart zu erwarten gewesen wären, brachten die Münsterländer in der Klingenhalle zu keinem Zeitpunkt auf die Platte. BHC-Trainer Sebastian Hinze konnte sorglos durchwechseln. Wobei die letzten Minuten dann nicht mehr herausragend waren. 29:17 führten die Hausherren, erhöhten aber nur noch durch durch zwei Gewaltwürfe von Bogdan Criciotoiu.

"Wir haben viel besser gespielt als am Freitag. Deshalb dürfen wir mit uns zufrieden sein", resümierte Majdzinski. "Aber nachdem wir schon mit zwölf Toren Vorsprung vorne gewesen waren, hätten wir deutlicher gewinnen müssen." Sei's drum. Die BHC-Bilanz in der Zweiten Liga bleibt mit 26:0-Punkten perfekt.

(RP)