Bergischer HC: Furioser BHC gewinnt Torfestival

Handball-Bundesliga : Furioser BHC gewinnt Torfestival gegen Erlangen

Aufsteiger Bergischer HC hat sein zweites Heimspiel in der Handball-Bundesliga gegen den HC Erlangen souverän gewonnen. Nach einer spektakulären Partie stand es am Ende 35:26 (19:14) für die Gastgeber.

Die Ränge der Solinger Klingenhalle waren am Mittwochabend ordentlich besucht. Das erste Heimspiel gegen die Eulen Ludwigshafen hatte der Bergische HC nach seinem Aufstieg in die Handball-Bundesliga schließlich mit 27:23 gewonnen. Nun sollte der zweite Streich in heimischer Halle folgen. Und die Löwen setzten sogar noch einen drauf, gewannen furios. Am Ende hieß es 35:26 (19:14) für die Mannschaft von Trainer Sebastian Hinze. Die 1822 Zuschauer bekamen für ihr Geld ein regelrechtes Spektakel geboten. Und Erlangen-Akteur Christoph Steinert musste eingestehen: „Das war peinlich.“

Den Start in die Begegnung gewannen noch die Gäste: Nach 13 Minuten stand es 7:8, nach 15 Minuten 8:10. Vor allem die Rückraumspieler des HC glänzten in der Anfangsphase. Allerdings blieben die Hausherren dran, kämpften um jeden Meter. Hinze wechselte schon früh den Torwart, brachte Rasmus Ots für Christopher Rudeck, der kaum einen Finger an den Ball bekam. Doch auch der estnische Nationalspieler machte im ersten Durchgang einige Male eine unglückliche Figur.

Allerdings glich der BHC das Spiel mit viel Biss aus, nach 21 Minuten stand es 12:12. Dann konnten die enthusiastischen Löwen-Fans die erste Führung bejubeln: Jeffrey Boomhouwer besorgte das Tor per Aufsetzer (23.). Und der BHC legte nach. Bei 16:14 nahm Erlangen-Trainer Adalsteinn Eyjolfsson die Auszeit. Er bemängelte zu viele technische Fehler seiner Mannschaft, die kurz darauf die Gegentore 17 und 18 hinnehmen musste.

Die Blauen bauten immer mehr Druck auf, spielten hart und aufopferungsvoll. Erlangen sehnte sich nach der Pause, agierte völlig konfus. Mit einem weiteren Treffer für die Löwen ging es schließlich in die Kabinen.

Zweiter Durchgang, gleiches Bild: Erlangen zeigte sich beeindruckt, der BHC drückte weiter aufs Gas. Nach 35 Minuten lagen die Gastgeber mit sieben Toren vorne. Auch Torhüter Ots war im Spiel angekommen, zeigte einige Paraden. 25 Tore in gut 37 Minuten sprachen derweil eine klare Sprache: Die Bergischen waren kaum zu bremsen. Vor allem Tomas Babak, Kopf des Teams, traf wie er wollte. Nach zwei Dritteln des Spiels stand der Tscheche bereits bei sechs Treffern von sechs Versuchen, am Ende waren es sieben von sieben.

BHC-Profi Maciej Majdziński traf dagegen eine falsche Entscheidung. Der Pole, der zuvor eine bärenstarke Leistung gezeigt hatte, musste nach einem Ellenbogencheck mit Rot vom Feld (43.) - richtige Entscheidung der beiden Unparteiischen Jannik Otto und Raphael Piper. Doch sogar in Unterzahl trafen die Löwen zum 29:23, eigentlich schon fast ein Endergebnis. Das Torfestival ging aber weiter.

Die Begegnung war zehn Minuten vor Schluss entschieden. Der BHC führte mit 32:24. Jetzt kam die Kür. Weitere Spieler bekamen Spielanteile. Der BHC kombinierte sich flüssig zu schönen Treffern. Auch Kapitän Kristian Nippes ließ den Ball im Netz zappeln. Bei 35:26 war Schluss. Der Rest war pure Glückseligkeit.

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