Solingen: Bergische Symphoniker bleiben ein B-Orchester

Solingen : Bergische Symphoniker bleiben ein B-Orchester

Erleichtert und zufrieden zeigt sich Oberbürgermeister Norbert Feith, "dass es uns gelungen ist, nach äußerst schwierigen Verhandlungen mit der Stadt Remscheid die Voraussetzungen für eine nachhaltige Zukunftssicherung der gemeinsamen Bergischen Symphoniker zu schaffen". Feith kommentiert so die Endfassung einer Informationsvorlage, die am Montag zeitgleich in beiden Städten den parlamentarischen Gremien zur Kenntnis gegeben wurde.

"Wir haben damit die Voraussetzungen für den langfristigen Erhalt des Orchesters als zentralen Faktor des regionalen Kulturangebotes geschaffen und gleichzeitig das Ziel eines noch wirtschaftlicheren Betriebes erreicht", erklärte Feith nach zahlreichen Gesprächen mit der Nachbarstadt, in denen ein "tragfähiger Kompromiss" erzielt werden konnte.

Wichtig sei ihm auch, dass die Musikerinnen und Musiker wieder eine verlässliche Basis für ihre Arbeit bekämen. Feith: "Dazu haben sie selbst durch einen auf zehn Jahre festgelegten Verzicht auf ihr Weihnachtsgeld einen beachtlichen Beitrag geleistet." Dass es ebenso gelungen sei, den Status als B-Orchester zu erhalten, sichere die kulturpolitische Akzeptanz und damit die Vermarktungschancen auch über Solingens Grenzen hinaus.

Die Solinger Seite sei konstruktiv auf die Sorgen der Nachbarstadt eingegangen, ohne von der grundsätzlich hälftigen Aufteilung der Kosten abzuweichen. Die geplante Bildung einer Orchesterstiftung greife das bürgerschaftliche Engagement der Orchesterfreunde auf und zeige mit einem möglichen Einstieg in ein Bürgerorchester den Bergischen Symphonikern auch langfristig Perspektiven auf.

Am heutigen Dienstag wird die Informationsvorlage im Ausschuss für Kultur und Weiterbildung der Nachbarstadt Remscheid vorgestellt, am Donnerstag im Solinger Ausschuss für Kultur, Stadtmarketing und Tourismus. Weitere Stationen hier sind der Finanzausschuss (7. Mai), der Beteiligungsausschuss (13. Mai) und der Haupt- und Personalausschuss (14. Mai).

Im Anschluss an diese Runde soll die endgültige Abfassung eines neuen Gesellschaftsvertrags stehen, der den Räten noch vor der Sommerpause zur Beschlussfassung vorgelegt wird.

(red)