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Bergische IHK: Solinger Henner Pasch ist neuer Präsident

Wahl-Ergebnis : Henner Pasch ist neuer Präsident der Bergischen IHK

Mit dem 40-jährigen Henner Pasch hat die Bergische Industrie- und Handelskammer (IHK) weiterhin einen Präsidenten aus der Klingenstadt.

„Wir können nicht alles. Aber was wir anbieten, können wir richtig gut.“ Das Motto der erst 2006 gegründeten Fourtexx GmbH ist auch heute noch Programm. Und das Unternehmen war und ist in der Region gut vernetzt. Dazu gehören auch diverse Veranstaltungen, auf denen man sich kennenlernen kann. 2013 stellte das junge, aufstrebende Unternehmen rund 80 Personen als Gastgeber des damals noch regelmäßig stattfindenden Business Breakfast in den Firmenräumen an der Mankhauser Straße in Ohligs seine Produktpalette im Bereich Personal-Softwarelösungen vor.

Henner Pasch, der zusammen mit Martin Zenses damals wie heute die Geschäfte des IT-Unternehmens führt, bekleidete 2013 auch das Amt des Kreissprechers der Wirtschaftsjunioren. Mittlerweile ist das Unternehmen, das 2019 die Alina GmbH in Bad Oeynhausen übernommen hat und in beiden Firmen jetzt zusammen 50 Mitarbeiter beschäftigt, zur Grünewalder Straße in Höhscheid umgezogen. Beide Unternehmen entwickeln maßgeschneiderte Lösungen mit Personalsoftware für Personal- und Zeitwirtschaft sowie individuelle Sicherheits- und Zutrittskonzepte.

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Aus dem Alter der aktiven Wirtschaftsjunioren ist Henner Pasch mit 40 Jahren heraus. Gleichwohl bekleidet der Vater von zwei Kindern weiter ein Ehrenamt – das höchste der Bergischen Industrie- und Handelskammer (IHK).

Am Dienstagabend wurde der gebürtige Solinger zum neuen Präsidenten der IHK und damit zum Nachfolger von Thomas Meyer gewählt. Meyer kandidierte nach acht Jahren nicht mehr. „Ich glaube, mein Netzwerk und Freunde aus der IHK und den Wirtschaftsjunioren haben geholfen, dass ich nun IHK-Präsident bin“, sagt Henner Pasch.

Er wurde 2017 erstmals in die Vollversammlung der Bergischen IHK gewählt und engagierte sich im Bezirksausschuss Solingen sowie im Ausschuss Digitale Wirtschaft Bergisches Land. Wie wichtig die IHK gerade in Pandemie-Zeiten für viele Unternehmen war und ist, das hebt Pasch mit Blick auf Unterstützung und Hilfen hervor.

Und diese Pandemie-Unterstützung war für den 40-jährigen Unternehmer mit ein Grund, sich für das höchste Ehrenamt der Kammer zu bewerben. Auch, um etwas zurückgeben zu können. „Wir müssen stets Veränderungen vornehmen. Aber wir müssen auch Traditionen bewahren, wenn Dinge aus den Fugen geraten“, sagt der IHK-Präsident mit Blick auf die Kammer-Organisation.

Fourtexx beschäftigt sich unter anderem auch mit Zeitmanagement – das dürfte dem 40-Jährigen bei seinen verschiedenen Ehrenämtern, aber insbesondere auch bei der Geschäftsführung seiner Unternehmen zugute kommen. Zumal das Amt des IHK-Präsidenten doch recht zeitintensiv sein kann.

Das zeigte sich bereits am Tag nach der Wahl: Henner Pasch machte sich am Mittwoch auf den Weg nach Berlin zum Deutschen Industrie- und Handelskammertag (DIHK). Für den 40-Jährigen und damit jüngsten IHK-Präsidenten kommt es jetzt darauf an, den Schwung, den die IHK durch die Corona-Pandemie erfahren hat, weiter zu forcieren. „Ich will ein vereinender, verbindender Präsident sein, der den Transformationsprozess vorantreibt“, sagt Pasch. Ein Zurück zur Vor-Corona-Zeit dürfe es nicht geben, man müsse sich den neuen Verantwortungen stellen.

Solingen stellt neben dem IHK-Präsidenten mit Jan Peter Coblenz (Brangs + Heinrich GmbH) auch einen der insgesamt sieben IHK-Vizepräsidenten. Die Remscheider Dr. Roman Diederichs (Karl Diederichs GmbH & C. KG) und Bärbel Beck (Modehaus Johann GmbH) wurden ebenfalls zu Vize-Präsidenten von der Vollversammlung gewählt, darüber hinaus vier Unternehmer/innen aus Wuppertal.

In Anerkennung seiner herausragenden Verdienste für die regionale Wirtschaft ernannte die Vollversammlung Thomas Meyer zum Ehrenpräsidenten der IHK.