Solingen: Beim Wittenberg-Park ist die Polizei sensibilisiert

Solingen : Beim Wittenberg-Park ist die Polizei sensibilisiert

Geleerte McDonald’s-Tüten an der Tischtennisplatte und anderer Müll, Glasscherben am Klettergerüst, Jugendliche, die sich in den Abendstunden die Kante geben – so beschreiben Nachbarn mitunter die Situation im Ohligser Park an der Wittenbergstraße. Die Polizei ist sensibilisiert. Das unterstreicht Uli Schulte im Gespräch mit unserer Zeitung. Der Erste Polizeihauptkommissar leitet die Ohligser Wache an der Kieler Straße. Der Park sei aber kein Brennpunkt krimineller Art. Nach Schultes Lageeinschätzung handelt es sich eher um ein ordnungspolitisches Problem.

Ohligser Wache mit 15 Polizisten

Mit 15 Polizisten ist die Ohligser Wache schräg gegenüber vom Hauptbahnhof besetzt. „Wir haben zusätzlich zum Bezirksdienst auch noch einen Wachdienst“, berichtet Schulte. Meistens seien die Beamten zu Fuß unterwegs. Der Wachleiter schätzt das Streifegehen. Denn so bekommen die Beamten sehr viel mehr mit, als wenn sie im Streifenwagen unterwegs wären. „Wir hören mehr und können uns ein besseres Bild machen.“ Schulte appelliert, die Polizisten aufmerksam zu machen, wenn Bürgern etwas auffällt. „Dazu sind wir da. Wir wollen angesprochen werden.“

Bei ihren Rundgängen kommen die Beamten naturgemäß auch im Park an den Wittenbergstraße vorbei. Wenn sie auf Jugendliche treffen, die sich auf dem Spielplatz herumtreiben, sprechen die Polizisten sie nach Schultes Worten an. Der Dienstplan setzt der Einsatzbereitschaft allerdings Grenzen. An der Kieler Straße besteht nämlich eine Früh- und Spätdienstwache. Folglich sind die Mitarbeiter montags bis freitags von 7 Uhr bis in die Abendstunden um 21 Uhr beziehungsweise 22 Uhr im Einsatz, und samstags nur zur Frühdienstzeit.

„Hier geht die Post ab“, ärgern sich Nachbarn über die Zustände im Ohligser Park an der Wittenbergstraße. Das Treiben ziehe sich manchmal bis nach Mitternacht hin. Zeiten, in denen die Ohligser Polizisten also nicht mehr im Dienst sind. Mögliche Befürchtungen einer Sicherheitslücke in den Nachtstunden teilt Wachdienstleiter Schulte aber nicht: Generell werde mit den Kollegen der Hauptwache an der Goerdelerstraße sowie des Kripobereichs eng zusammen gearbeitet. Wenn es erforderlich werde, seien die nachts vor Ort – und ebenso tagsüber.

(RP)
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