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Solingen: Bei Senvital soll Ruhe einkehren

Solingen : Bei Senvital soll Ruhe einkehren

Was die ehemalige Mitarbeiterin über angebliche Missstände im Altenheim Senvital an der Hackhauser Straße erzählte, möchte Uwe Mikrikow nicht wiederholen. "Wir wollen, dass endlich Ruhe einkehrt", sagt der Geschäftsführer der Senvital Betriebsgesellschaft, die Altenheime in mehreren Städten betreibt und ihren Sitz in Köln hat.

Und so einigte sich die Geschäftsleitung jetzt bei einem Gütetermin vor dem Arbeitsgericht an der Wupperstraße auch auf einen Vergleich mit der ursprünglich fristlos gekündigten 49-Jährigen.

Die langjährige Mitarbeiterin hatte stets abgestritten, ihren Arbeitgeber durch eine anonyme Anzeige bei der Heimaufsicht in Misskredit gebracht zu haben. Vor Gericht, so erklärt Mikrikow, habe man sich geeinigt, aus der fristlosen eine ordentliche Kündigung zu machen und der Mitarbeiterin auch noch das Weihnachtsgeld für 2010 zu zahlen. Eine Abfindung wird die Altenpflegehelferin jedoch nicht bekommen.

Für Uwe Mikrikow ist es wichtig, dass bei Senvital in Ohligs auf dem seit dem vergangenen Sommer eingeschlagenen Weg weiter gearbeitet wird. Der Belegungsstopp für das Haus, den die städtische Heimaufsicht bis Jahresende ausgesprochen hatte, verlängerte Senvital freiwillig zunächst um zwei Wochen und dann noch einmal um zwei weitere Wochen. "Aus personellen Gründen", wie der Geschäftsführer gestern im Gespräch mit unserer Zeitung erläuterte.

Zu 75 Prozent ausgelastet

Im vergangenen Jahr hatte es verschiedene Klagen wegen schlechter Pflege gegeben. Es gab einen ungeklärten Todesfall, und die Staatsanwaltschaft ermittelte.

"Inzwischen wird unser Haus wieder gut neu belegt, derzeit sind wir zu 75 Prozent ausgelastet", erläutert Mikrikow. Das Ohligser Heim wird seit dem vergangenen Sommer von Jana Deri geleitet. Ungelernte Kräfte wurden weitgehend gegen qualifiziertes Personal ausgetauscht. Insgesamt haben 21 neue Mitarbeiter bei Senivital angefangen. "Wir sind sehr an einer Verbesserung in allen Bereichen interessiert", betont Geschäftsführer Mikrikow.

(RP)