Wupperbrücke: Behelfsbrücke kommt Ende des Jahres

Wupperbrücke: Behelfsbrücke kommt Ende des Jahres

Der Behelfsbrücke in Nesselrath unweit der Haasenmühle steht nichts mehr im Weg. Die Bezirksregierung gab jetzt Grünes Licht für das 1,8 Millionen Euro teure Projekt. Eine neue Brücke soll ab Anfang 2019 gebaut werden.

Die Behelfsbrücke über die Wupper in Leichlingen-Nesselrath wird voraussichtlich bis Ende dieses Jahres fertiggestellt und nutzbar sein. Davon geht Ingenieur Karsten Ditscheid von den Technischen Betrieben Solingen (TBS) aus. Denn die Bezirksregierung Köln hat dem Rheinisch-Bergischen Kreis und der Stadt Solingen jetzt Grünes Licht für den vorzeitigen Baubeginn der Behelfsbrücke zwischen Nesselrath und der Wipperauer Straße gegeben. "Das ist eine gute Nachricht. Der Bau der Behelfsbrücke wird die Verkehrssituation deutlich verbessern - und wir bleiben im Zeitplan. Jetzt kann die Planung abgeschlossen und die Ausschreibung auf den Weg gebracht werden", sagt Stadtdirektor Hartmut Hoferichter.

Das provisorische Bauwerk soll von Leichlingen aus links vor der bisherigen Brücke über die Wupper auf Solinger Seite geführt werden. "Die Behelfsbrücke ist etwa 56 Meter lang und gut 13 Meter breit", erklärt Karsten Ditscheid. Auch Lastwagen dürfen die Behelfsbrücke nutzen - selbst im Gegenverkehr, ergänzt der Ingenieur. Natürlich auch Fußgänger und Radfahrer.

Die Kosten für das Behelfsbauwerk betragen rund 1,8 Millionen Euro. Das Land Nordrhein-Westfalen trägt davon 60 Prozent, der Rheinisch-Bergische Kreis und die Stadt Solingen investieren jeweils rund 360.000 Euro.

Nur über eine enge Spur ist die Wupperbrücke befahrbar (Foto oben), die Behelfsbrücke soll von Leichlinger Seite aus links über die Wupper führen. Foto: Martin Kempner

Die Entscheidung der Bezirksregierung Köln freut auch den Landrat des Rheinisch-Bergischen Kreises, Stephan Santelmann: "Jetzt können wir richtig loslegen, das ist ein Meilenstein, um die Verkehrssituation zu verbessern", sagt der Landrat mit Blick auf den Status quo. Denn die alte Wupperbrücke ist marode und aktuell nur über eine beengte Spur ohne Gegenverkehr für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von bis zu 3,5 Tonnen befahrbar. Eine Ampel regelt den Verkehr. Wartezeiten inbegriffen. Schwere Fahrzeuge, wie Busse und Lastwagen, müssen zudem eine Umleitung nutzen. Mit dem Bau der Behelfsbrücke soll diese Situation entspannt werden - der gesamte Verkehr kann wieder die Wupper an dieser Stelle passieren.

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Alle vier Wochen wird das Bauwerk an der Leichlinger Straße derzeit überprüft, um nachzuschauen, ob sich keine weiteren Risse gebildet haben. Sollten sich nämlich neue Risse zeigen, müsste die Brücke komplett gesperrt werden. Fußgänger und Radfahrer können die Wupperbrücke - Eigentümer sind je zur Hälfte Solingen und der Rheinisch-Bergische Kreis - uneingeschränkt nutzen. Steht die Behelfsbrücke, kann mit dem Abbruch und dem Neubau der Brücke an der bisherigen Stelle begonnen werden. Ein Förderantrag hierfür ist bereits gestellt worden. Wenn dieser positiv beschieden wird, startet vielleicht schon im Mai die europaweite Ausschreibung, teilt der Rheinisch-Bergische Kreis mit.

Die Planungen für Abbruch und Neubau sollen jedenfalls Ende dieses Jahres abgeschlossen sein - im besten Fall zeitgleich mit der Freigabe der Behelfsbrücke.

"Die neue Brücke kostet nach bisherigen Berechnungen etwa 3,6 Millionen Euro", sagt Karsten Ditscheid. Läuft alles nach Plan, könnte Anfang des nächsten Jahres mit dem Neubau begonnen werden. 18 bis 24 Monaten Bauzeit müssten dafür eingeplant werden.

(RP)