Solingen: Bauverein Wald konzentriert sich auf Modernisierung

Solingen: Bauverein Wald konzentriert sich auf Modernisierung

Einen Tag nach ihrem 121. Geburtstag lädt Solingens älteste Wohnungsbaugenossenschaft heute zur Generalversammlung ein. Im Gemeindesaal an der Corinthstraße wird der Vorstand des Spar- und Bauvereins Solingen-Wald über eine noch zufriedenstellende Geschäftsentwicklung berichten.

Der Überschuss lag 2017 bei rund 229.000 Euro (2016: 225.393 Euro). Die 1555 Mitglieder sollen wieder eine Dividende von vier Prozent erhalten.

Der Bauverein Wald konzentriert sich seit langem auf die Instandhaltung und die Modernisierung seiner 146 Häuser mit 473 Wohnungen. 2017 wurden dafür Arbeiten in Höhe von 758.000 Euro (Unterhaltung) und 686.000 Euro (Umbau) an Fremdfirmen vergeben. "Was bei uns modernisiert wird, geht zu 95 Prozent an Solinger Unternehmen", sagt Michael Pikzack, der seit 28 Jahren die Geschäfte führt. Für den eigenen Regiebetrieb sind sieben Mitarbeiter tätig. Neubauten stehen weiter nicht auf dem Programm, obwohl die Genossenschaft über unbebaute Grundstücke in der Größe von mehr als 43.000 Quadratmeter verfügt. "Wir haben noch genug Reserven", erläutert Pikzack. Weitere 5000 Quadratmeter kommen hinzu, wenn einmal 1993 von der Stadt gekaufte Nachkriegsbauten an der Deller Straße abgerissen werden. Die meisten der 17 "Einfachstwohnungen" dort stehen bereits leer. Insgesamt waren Ende letzten Jahres 76 Wohnungen nicht vermietet (7,5 Prozent).

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"Die Vermietung von öffentlich geförderten Wohnungen stellt sich immer schwieriger dar", heißt es im Geschäftsbericht. Es gebe nicht genug potenzielle Mieter mit Wohnberechtigungsschein. "Die öffentliche Förderung ist für uns keine Option mehr", erläutert Pikzack und verweist auf eine so gebaute Altenwohnung, die zum Quadratmeterpreis von 5,70 Euro keinen Interessenten findet. Im Schnitt liegt die Miete in den Bauverein-Häusern bei 4,32 Euro/Quadratmeter, die Spanne reicht von 3 bis 7,50 Euro.

(flm)
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