Solingen: Bauverein Gräfrath investiert 4,5 Millionen Euro

Solingen: Bauverein Gräfrath investiert 4,5 Millionen Euro

Genossenschaft will bis Ende 2016 am Heider Hof vier neue Häuser mit insgesamt 24 Wohnungen bauen.

Die letzte Neubautätigkeit des Bauvereins Gräfrath liegt schon ein viertel Jahrhundert zurück. 1990 wurden damals neun Wohnungen gebaut, voraussichtlich ab Oktober dieses Jahres will die Genossenschaft nun ein neues Projekt in Angriff nehmen und mit dem Erdaushub starten: Am Heider Hof sollen bis Ende des nächsten Jahres vier Häuser mit jeweils sechs Wohneinheiten entstehen. Investiert werden rund 4,5 Millionen Euro. "Zuvor muss noch eine Erschließungsstraße realisiert werden", sagt Friedhelm Ruhnau. Der Geschäftsführer des Bauvereins Gräfrath ist schon jetzt sehr zuversichtlich, dass die Neubauten auf das Interesse von Mietern stoßen wird: "Es gibt bereits Vormerkungen."

Die Ausstattung kann sich sehen lassen. Alle vier Neubauten haben einen Aufzug, ebenerdige Duschen, Fußbodenheizung sowie Balkone beziehungsweise Terrassen. Darüber hinaus werden 14 Garagen gebaut und 13 Stellplätze angelegt. "Die Zwei- bis Vierzimmer-Wohnungen haben eine Mietfläche von 73 bis 98 Quadratmetern. Die Nettokaltmiete je Quadratmeter Wohnfläche wird 8,80 Euro betragen", sagt Friedhelm Ruhnau, der die Mitglieder der Genossenschaft im Anschluss an die Vertreterversammlung am Dienstagabend über das Neubauprojekt informierte.

Zuvor wurden hier die Geschäftszahlen des vergangenen Jahres präsentiert. Die Bilanz schloss, wie schon im vergangenen Jahr angekündigt, mit einem Verlust in Höhe von rund 43 300 Euro ab. Die Summe wurde als Verlustvortrag in das laufende Geschäftsjahr übertragen, 2015 erwartet die 1919 gegründete Genossenschaft wieder einen knappen Jahresüberschuss.

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Gestiegene Abschreibungen auf Sachanlagen und hohe Ausgaben für bauliche Instandhaltung belasteten 2014 laut Friedhelm Ruhnau die Ertragslage: "Wir modernisieren jedes Jahr sehr viel."

Der Anbau von 33 Balkonen und 34 Terrassen in der Siedlung Stadtwald für insgesamt 884 000 Euro und die Modernisierung von Wohnungen für knapp 800 000 Euro bildeten 2014 einen Schwerpunkt. Für die Instandhaltung der Häuser und Wohnungen wurden rund 756 000 Euro ausgegeben.

Der Bauverein Gräfrath bewirtschaftet 176 Häuser mit 645 Wohnungen, darunter sind 298 Wohnungen, die vor Juni 1948 fertiggestellt worden waren. Die Bilanz der Genossenschaft hat ein Volumen von knapp 15 Millionen Euro, die Leerstandsquote wird mit 4,3 Prozent angegeben. Im Geschäftsjahr 2014 wurden 56 Wohnungen neu vermietet, davon 15 innerhalb der Genossenschaft. Insgesamt gab es 28 Wohnungsleerstände, 15 entstanden durch Modernisierungsarbeiten beziehungsweise durch Wartezeiten für geplante Wohnungszusammenlegungen. Lediglich bei 13 Wohnungen habe es Vermietungsschwierigkeiten gegeben.

(uwv)
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