Solingen: Automobilzulieferer schließt Standort in der Nachbarstadt

Solingen : Automobilzulieferer schließt Standort in der Nachbarstadt

Hiobsbotschaft für die Adient-Beschäftigten in der Nachbarstadt Remscheid kurz vor Weihnachten: Der Automobilzulieferer teilte gestern seinen 125 Beschäftigten mit, dass der Standort an der Büchelstraße zum 30. September des nächsten Jahres geschlossen wird. Als Gründe werden Kostendruck und eine zu geringe Auslastung des früheren Keiper-Werks genannt. "Wir sind geschockt", sagte die Betriebsratsvorsitzende Monika Bittner.

Aufatmen können dagegen die Beschäftigten der beiden Solinger Standorte von Adient. "Diese Standorte sind von der Entscheidung in Remscheid nicht betroffen", versicherte eine Unternehmens-Sprecherin auf Anfrage unserer Redaktion. An der Merscheider Straße (Verwaltung und Entwicklung) und an der Mühlenstraße in Ohligs (Umformtechnik) beschäftigt Adient nach eigenen Angaben rund 300 beziehungsweise 400 Mitarbeiter. "Bei uns läuft im Moment alles gut", sagte Betriebsratsvorsitzender Salvatore di Gaetano vom Standort an der Merscheider Straße.

Unter dem Namen Adient ist in diesem Jahr ein eigenständiges, börsennotiertes Unternehmen für Autositze und Produkte in Fahrzeug-Innenräumen entstanden. Herausgelöst wurde Adient aus dem Unternehmen Johnson Controls. Die Automotive-Firma Johnson Controls existiert aber seit Ende Oktober nicht mehr. Johnson Controls wiederum hatte im Dezember 2010 den Solinger Automobilzulieferer C. Rob. Hammerstein mit den beiden Standorten in Merscheid und Ohligs übernommen.

"Adient" stammt aus dem Lateinischen und steht dafür, eine Situation oder einen Impuls zu akzeptieren und weiterzuentwickeln. Weltweit beschäftigt das Unternehmen rund 80.000 Mitarbeiter.

(uwv)