Solingen: Aus für Floßfahrt auf Solinger Gebiet

Solingen : Aus für Floßfahrt auf Solinger Gebiet

Schon am 11. Juli hat Organisator Dr. Klaus Kirschey den Antrag auf Genehmigung der 28. Wupperfloßfahrt zurückgezogen. Für ihn war das die logische Konsequenz, nachdem der von ihm angerufene Petitionsausschuss des Landtags nach einer Ortsbesichtigung keine Zweifel daran ließ, dass die Veranstaltung in ihrer bisherigen Form mit dem Umweltschutz nicht vereinbar ist.

Der Landschaftsbeirat musste sich so in seiner gestrigen Sitzung im Verwaltungsgebäude an der Bonner Straße mit dem Thema eigentlich gar nicht mehr beschäftigen. Dennoch informierten Vorsitzender Bernd Krebs und der Leiter des Stadtdienstes Natur und Umwelt, Dr. Klaus Strehlau, das Gremium über die aktuellen Entwicklungen zu dem vieldiskutierten Thema.

Vermutlich muss sich in Solingen niemand mehr mit der Wupperfloßfahrt auseinandersetzen. Denn wenn die Veranstaltung im schützenswerten Wupperbereich künftig überhaupt noch stattfindet, dann nur noch zwischen Leichlingen und Opladen. Dort ist die Wupper nicht nur tiefer, auch die Uferbereiche sind befestigt. Ob es allerdings in diesem Jahr noch einen Antrag für eine Floßfahrt mit nur noch einem Drittel der Strecke geben wird, steht nicht fest. Auf jeden Fall würde es zeitlich eng mit einem Genehmigungsverfahren in Leichlingen und Leverkusen.

Die Beiratsmitglieder sehen sich auch künftig in der Verantwortung, schließlich könne der Naturschutz nicht an der Grenze zu Leichlingen aufhören. Dr. Klaus Strehlau betonte, dass der Petitionsausschuss, der am Dienstag entschied, nur eine Empfehlung aussprach, dem sich die Städte theoretisch widersetzen könnten, auch wenn dies unklug sei.

Keineswegs solle den Menschen die Lust an der Natur genommen werden. Doch ob dazu laute Musik, exzessiver Alkoholgenuss und Nebelmaschinen auf Flößen nötig seien, bezweifelt der Stadtdienstleiter.

(RP)
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