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Solingen: Aufsichtsrat will Bökmann als Klinikchef

Solingen : Aufsichtsrat will Bökmann als Klinikchef

Der Aufsichtsrat des Städtischen Klinikums hat Hermann-Josef Bökmann als künftigen Chef des Krankenhauses an der Gotenstraße am Montag einstimmig vorgeschlagen. Bökmann, Personaldirektor des Klinikums, leitet zurzeit zum dritten Mal die Geschicke des Klinikums kommissarisch. Der Wechsel in der Unternehmensleitung war durch den Weggang des bisherigen Geschäftsführers Joachim Fietz-Mahlow erforderlich geworden. Er hatte im Oktober 2007 den Posten angetreten und diesen Sommer um Auflösung seines Vertrages gebeten.

Hermann-Josef Bökmann arbeitet im 27. Jahr im Klinikum, bis April 2008 war er Leiter des Pflegedienstes, seit 1996 ist er stellvertretender Vorsitzender der Betriebsleitung. Er kennt das Haus in- und auswendig. Zudem bescheinigt man ihm quer durch alle Fraktionen eine hohe Fachkompetenz. Auch in der Belegschaft genießt der 58-Jährige einen guten Ruf.

Eigentlich hatte Oberbürgermeister Norbert Feith (CDU) die Suche nach einem Nachfolger für Hans-Joachim Fietz-Mahlow zur Chefsache erklärt. Doch die Ratsmehrheit aus SPD, Grünen, BfS und DSW hat Feith das Heft aus der Hand genommen. Die Wahl der Ratsmehrheit war schon im vergangenen Monat auf Bökmann gefallen. Nach dem Aufsichtsrat entscheiden nun noch Beteiligungsausschuss, Gesellschafterversammlung und Stadtrat über den neuen Klinikchef.

Schaden Druckluftanlage behoben

Während sich bei der Besetzung des Geschäftsführerpostens des Städtischen Klinikums eine interne Lösung abzeichnet, hat auch der schwere technische Zwischenfall in der vergangenen Woche im Klinikum einen guten Ausgang genommen. Der Defekt in der zentralen Druckluftanlage ist behoben, im Städtischen Klinikum ist wieder "alles im grünen Bereich", erklärte Hermann-Josef Bökmann auf Anfrage unserer Zeitung. Die Anlage sei mehrfach komplett belüftet und getrocknet worden. "Die Feuchtigkeit ist aus der Anlage heraus", ergänzte Bökmann.

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Insgesamt waren neun der insgesamt 20 Narkosegeräte im Klinikum durch den technischen Zwischenfall beschädigt worden. Sechs Ersatzgeräte wurden mittlerweile installiert, für die weiteren drei wolle man sich kurzfristig um Ersatz bemühen. "Der Normalbetrieb stellt sich wieder gut dar, es können auch wieder Schwerverletzte operiert werden", sagte Bökmann.

Dem Klinikum sei durch diesen Defekt ein Millionen-Schaden entstanden. Über Rechtsanwälte würden nun Gespräche wegen Schadenersatz aufgenommen. "Das werden wir sorgfältig aufarbeiten", kündigte Bökmann an.

(RP)