Solingen: Auf der langen Bank

Solingen: Auf der langen Bank

22 Meter lang und 1000 Kilogramm schwer ist die Bank an der Burgmauer von Schloss Burg in unmittelbarer Nähe zur Bergstation der Seilbahn. Namensschilder von Sponsoren sind darauf verewigt, gestern kamen drei neue hinzu.

Ganze Schulklassen haben darauf Platz, Wanderer nutzen sie gerne zum Verweilen, selbst Hochzeitsgesellschaften: Deutschlands längste Naturstamm-Superbank. Die steht unterhalb des Schloss-Platzes in Oberburg, in unmittelbarer Nähe zum Kiosk von Klaus Riemann. "Das war ein richtiger Akt, die Bank dorthin zu bekommen", erzählt Riemann.

22 Meter lang, gut 1000 Kilogramm schwer – die Superbank hat auch eine Rückenlehne. Und die schmücken schon etliche Namensschilder von Sponsoren. Gestern kamen drei neue Sponsorenschilder hinzu – von Oberbürgermeister Norbert Feith, dem CDU-Fraktionsvorsitzender Bernd Krebs und von Paul Westeppe, Bezirksvorsteher von Burg/Höhscheid.

Geld für kleinere Aktionen

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"Mit der Namensschildaktion werden gut 2500 Euro zusammen kommen", hofft Klaus Riemann. 40 Namen sind auf der Bank bereits verewigt, Platz für weitere fünf oder sechs sieht der Burger noch allemal. "Mit dem Geld unterstützen wir den Schlossbauverein, aber auch kleinere Aktionen können damit finanziert werden, um das Umfeld von Schloss Burg für Touristen attraktiver zu gestalten. Es gibt etliche Projekte, die wir noch anpacken können", meint Klaus Riemann.

Das sieht auch Paul Westeppe so: "Mit relativ kleinem Aufwand und Mitteln kann hier etwas realisiert werden", sagt der Bezirksvorsteher mit Blick auf Blumenbeete oder einer neuen Zufahrt zum Schlosseingang. Planungen dafür sollen in der nächsten Sitzung der Bezirksvertretung vorgestellt werden. In die Aufenthaltsqualität von Schloss Burg zu investieren, auch Oberbürgermeister Norbert Feith unterstützt dieses Ziel. Die Bergische Entwicklungsagentur sei hier bereits involviert: "Das Engagement von privater Seite hilft natürlich sehr", betonte Feith mit Blick auf Klaus Riemanns Einsatz.

Der hatte vor zwei Jahren zusammen mit Klaus Schöneweiß die Idee für die lange Bank an der Burgmauer, nahe zur Bergstation der Seilbahn: "Vorher standen hier drei, vier morsche Bänke. Die sollten ersetzt werden, und so haben wir uns das mit der langen Bank überlegt", erzählt Riemann. Das Holz lieferte eine Bergische Fichte, die 1922 im Höhrather Wald gepflanzt und nach exakt 31 025 Tagen im August 2007 gefällt worden war: Ihr Stamm wurde zur längsten Bank aus einem Stück Holz. "Der Transport der Bank war gar nicht einfach", sagt Riemann im Nachhinein. Der lange Stamm wurde zwischen zwei Transporter gelegt, mehrere Skateboards zwischen den beiden Autos sorgten dafür, dass der lange Stamm über die Straßen gerollt beziehungsweise transportiert werden konnte. Gut 35 Meter lang war der "Spezialtransport" von Höhrath nach Schloss Burg. Unterstützt wurde das Aufstellen der Bank vor zwei Jahren von den Maltersern und dem THW. Riemann: "Viele haben uns damals für verrückt erklärt, aber wir haben es geschafft."

(RP)
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