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Solingen: Astrid Herrera aus Jinotega lernte Solingen kennen

Solingen : Astrid Herrera aus Jinotega lernte Solingen kennen

Vor mehr als 25 Jahren wurde die Freundschaft zwischen Solingen und Jinotega in Nicaragua ins Leben gerufen. Seitdem besuchen immer wieder offizielle und private Gruppen die Stadt in Südamerika, es sind Gemeinschaften entstanden – und der Förderverein "Freundschaft mit Jinotega" hat dort viele Hilfsprojekte auf die Beine gestellt.

Vor mehr als 25 Jahren wurde die Freundschaft zwischen Solingen und Jinotega in Nicaragua ins Leben gerufen. Seitdem besuchen immer wieder offizielle und private Gruppen die Stadt in Südamerika, es sind Gemeinschaften entstanden — und der Förderverein "Freundschaft mit Jinotega" hat dort viele Hilfsprojekte auf die Beine gestellt.

"Es hat mich brennend interessiert, einfach mal etwas über die andere Seite der Freundschaft zu erfahren", sagt Astrid Herrera. Die 29-Jährige hat sich bereits in ihrer Heimatstadt für soziale Aufgaben eingesetzt und ist Mitarbeiterin für Erwachsenenbildung im Verein "Ca Cuculmeca". Durch ein Stipendiat der Organisation "Engagement Global" machte sie sich vor acht Wochen auf zu ihrer ersten Reise nach Europa.

Sie hatte ihre Solinger Gastmutter Betty Heinen bereits in Jinotega kennengelernt, Heinen spricht gut spanisch, denn mit der deutschen Sprache hapert es noch bei der jungen Nicaraguanerin. "Das war aber bei ihrer Arbeit im Stadtdienst Integration überhaupt kein Problem", versichert Anne Wehkamp, Integrationsbeauftragte der Stadt. Inzwischen hat Herrera auch einen Deutschkurs belegt, und in verschiedenen Schulen und Institutionen hospitiert. "Ich bekam zwar nach meiner Ankunft hier keinen Kulturschock, aber die Unterschiede im Leben und Arbeiten im Vergleich mit meiner Heimat sind doch sehr groß", sagt sie und ergänzt, dass sie "mucho trabajo", also viel arbeiten würde, um unsere Kultur und Geschichte kennenzulernen. "Natürlich haben wir auch schon einige Ausflüge mit ihr gemacht", sagt Betty Heinen. Neben der näheren Umgebung lernte Astrid Herrera auch Berlin kennen.

In zwei Wochen endet ihr Praktikum in Solingen. "Ich nehme viele Eindrücke mit nach Hause, zu mir waren auch alle Menschen sehr freundlich, das hatte ich vorher so nicht erwartet", sagt Herrera, die auch vom Mahnmal gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sehr beeindruckt war: "Vor meiner Rückreise werde ich in der Jugendhilfewerkstatt noch einen Ring für das Mahnmal gestalten. Das gehört schließlich auch zu Solingen."

(RP)