Armutszeugnis blaue Tafeln

Armutszeugnis blaue Tafeln

Wohl an keiner anderen Stelle in Solingen macht ein neues Hotel mehr Sinn als am Hauptbahnhof. Denn von dort aus sind Reisende - die leidigen Verspätungen und Zugausfälle mal außer Acht gelassen - binnen kurzer Zeit in Köln und Düsseldorf.

Da wäre ein Hotel gerade für viele Messebesucher eine Alternative zu den in Messezeiten sündhaft teuren Unterkünften in den Metropolen. Dementsprechend kann man nur hoffen, dass es mit dem Neubau auf der Ostseite des Bahnhofs schnell etwas wird.

Gleichzeitig sind alle Reisenden aber auf verlässliche Informationen angewiesen. Und da ist es schon ein Armutszeugnis, dass die Tafeln am Bahnsteig 3 / 8 immer noch nicht funktionieren. Innerhalb des Konzerns gibt es die Vermutung, die Tafeln, die im Zuge des Umbaus nicht ausgetauscht wurden, könnten mit der neuen Technik des modernen Fahrgastinformation-System nicht kompatibel sein. Mit Verlaub: Darauf hätte man früher kommen können. Und angesichts einer Investitionssumme von 9,5 Millionen Euro für die Grundsanierung des Bahnhofs hätte auch Geld für neue Tafeln vorhanden sein müssen.

  • Schwerpunkt Hauptbahnhof : Hotel-Neubau: Verwirrspiel um Bahngebäude

martin.oberpriller@solinger-morgenpost.de

(RP)