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Arbeitsmarkt in Solingen: Kurzarbeit für jetzt 24.497 Personen

Arbeitsmarkt in Solingen : Kurzarbeit für jetzt 24.497 Personen

Die Metall- und Elektroindustrie ist stark von Kurzabeit betroffen, aber auch die Gastronomie, der Einzelhandel, das Baugewerbe und das Gesundheitswesen haben durch den Konjunktureinbruch wegen der Corona-Pandemie weiter starke Einbußen zu verkraften.

Zum Stichtag 25. Juni zählte die Agentur für Arbeit für die Klingenstadt insgesamt 1680 Anzeigen auf Kurzarbeit. 24.497 Beschäftigte (Vormonat 23.757) haben somit weniger Gehalt im Geldbeutel. Für das Städtedreieck liegen 6155 Anzeigen für Kurzarbeit vor – 94.076 Arbeitnehmer sind betroffen. „In Mai und im Juni sind aber weniger Anzeigen hinzugekommen“, sagt der Chef der Arbeitsagentur, Martin Klebe.

Die wirtschaftliche Krise wirkt sich natürlich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Im Berichtsmonat Juni wurden in Solingen 7449 Arbeitslose gezählt. Das sind 221 Personen mehr als im Mai. Die Erwerbslosenquote stieg auf 8,6 Prozent. Im Mai wurde hier ein Wert von 8,3 Prozent ermittelt, im Vergleichsmonat des Vorjahres lag sie noch bei glatt sieben Prozent. Gestiegen ist unter anderem die zahl der arbeitslosen Jugendlichen, und zwar binnen Monatsfrist um 42 auf jetzt 917. Der Arbeitsagentur wurden im Juni aber auch 208 neue Stellen gemeldet – knapp 100 mehr als im Mai.

Weiter viel Bewegung ist noch auf dem Ausbildungsstellenmarkt. Im Bergischen Städtedreieck gibt es derzeit noch rund 1500 freie Ausbildungsstellen. Auf der anderen Seite stehen 1535 Jugendliche, die noch in diesem Jahr eine Lehrstelle suchen. „Eile ist geboten. Wer jetzt noch einen Ausbildungsplatz sucht, sollte sich schnell mit unserer Berufsberatung in Verbindung setzen“, rät Martin Klebe. Denn die Berufsberater würden den regionalen Arbeitsmarkt, aktuelle Trends, Berufe und gute Alternativen zum Wunschberuf genau kennen.

In Solingen sind aktuell noch 329 von insgesamt seit dem 1. Oktober vergangenen Jahres gemeldeten 694 Ausbildungsstellen unbesetzt. Insgesamt suchen aber noch 389 Jugendliche einen Ausbildungsplatz. Seit Beginn des Ausbildungsstellenjahres 2019/2020 ist die Zahl der Bewerber bis Juni um 184 auf 870 im Vergleich zum ausbildungsjahr 2918/2019 zurückgegangen. Damit haben sich die Chancen der Jugendlichen auf einen Ausbildungsplatz rein rechnerisch erhöht. Mittlerweile kommen auf 100 Bewerber jetzt 80 Lehrstellen. Zuvor waren es lediglich 68 Stellen.