Solingen: An der Trasse leuchtet es künftig bis Gräfrath

Solingen: An der Trasse leuchtet es künftig bis Gräfrath

Noch unbekannte Geldgeber finanzieren 32 Leuchten für den nächsten Abschnitt ab der Fuhr.

Der Ausbau der Beleuchtung an der Korkenziehertrasse kommt nächstes Jahr ein großes Stück voran. Der Grund ist, dass ein Sponsor die 32 Laternen für den Abschnitt zwischen der Fuhr und Gräfrath komplett bezahlen will. Das wurde im Landschaftsbeirat der Stadt bekannt. Die Aufträge für die Arbeiten sind nach Angaben von Stadtsprecherin Sabine Rische bereits erteilt.

Die Korkenziehertrasse wird von vielen Spaziergängern, Radfahrern und Joggern genutzt. Beleuchtet ist bislang der Abschnitt vom Südpark bis zur Fuhr. Durch die Laternen können unter anderem Läufer und Skater den Freizeitweg auch nach Einbruch der Dunkelheit nutzen. Finanziert wurde die Installation der Leuchten in den vergangenen Jahren in erster Linie durch die seit 2007 stattfindenden Miss-Zöpfchen-Läufe.

Für 2017 hatte die Stadt Asphaltarbeiten und die Installation neuer Leuchten für einen gut zwei Kilometer langen Abschnitt ausgeschrieben. 200 Kubikmeter Boden müssen für Gräben bewegt, für die Laternen 3000 Meter Kabel verlegt werden. Gebaut wird wohl von Januar bis Mitte März.

Wer die Geldgeber für die Leuchten zwischen Fuhr und Gräfrath sind, ist nicht bekannt. Sie wollen derzeit noch nicht genannt werden. Im Landschaftsbeirat wurde von Mitarbeitern der Stadtverwaltung lediglich erwähnt, dass der Anlass für die Großspende ein Jubiläum sei.

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In dem Gremium wurde die geplante neue Beleuchtung behandelt, weil der Abschnitt der ehemaligen Bahnstrecke von der Fuhr bis zum Roggenkamp als besonderer Landschaftsbestandteil geschützt ist. Eine Beleuchtung ist nach dem Landschaftsplan dort eigentlich verboten. Der Landschaftsbeirat hob diese Regelung nach Angaben des Vorsitzenden Bernd Krebs (CDU) in seiner Sitzung am Montag auf.

Allerdings geschah dies nur unter strengen Auflagen. Unter anderem sollen Laternen mit der neuesten LED-Technik installiert werden. Um die Auswirkungen auf Insekten so gering wie möglich zu halten, sollen die Laternen ohne UV-Strahlen leuchten. Auch die tägliche Dauer der Beleuchtung soll beschränkt werden. Im Beirat war von Helligkeits-Sensoren die Rede, durch die die Laternen nur dann eingeschaltet sind, wenn sie wirklich gebraucht werden.

Stadtsprecherin Rische betonte, dass es trotz der Großspende weitere Miss-Zöpfchen-Läufe geben werde. Dies hat die Stadtverwaltung nachMedien-Informationen bereits gegenüber der Initiatorin der beliebten Veranstaltung, der früheren Miss Zöpfchen Kim Armbrüster, signalisiert. Für die Beleuchtung des letzten Abschnitts von Gräfrath bis zum Roggenkamp werde noch Geld benötigt. "Das gibt noch Raum für zwei bis drei Läufe", sagte Sabine Rische. Danach könnten die Organisatoren entscheiden, ob der Erlös späterer Läufe auch für andere Zwecke bestimmt sein könnte.

(RP)
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