Bezirksvertretung Ohligs / Aufderhöhe / Merscheid Ampeln an Talstraße sollen bleiben

Solingen · Die Bezirksvertretung lehnt den den Abbau aus Sicherheitsbedenken ab.

 Der Überweg an der Festhalle liegt an einem offiziellen Schulweg.

Der Überweg an der Festhalle liegt an einem offiziellen Schulweg.

Foto: Christian Beier

Dass Ampeln abgeschaltet werden, damit die Stadt Geld spart, halten die Politiker der Bezirksvertretung Ohligs/Aufderhöhe/Merscheid prinzipiell für sinnvoll. Bei einigen Vorschlägen der Verwaltung haben sie aber Sicherheitsbedenken. Einstimmig gaben sie den Verkehrsplanern das Signal, dass sie vor allem nicht komplett auf die Fußgängerampeln an der Talstraße, der Merscheider Straße und an der Ecke Höhscheider- / Uhlandstraße verzichten wollen.

Die Verwaltung hatte von der Politik den Auftrag erhalten, durch den Abbau von Ampeln jährlich mehr als 100.000 Euro einzusparen. Das Rathaus hat jetzt ein Konzept vorgelegt, wie dies erreicht werden könnte: unter anderem durch den sofortigen Abbau von Ampeln, die offensichtlich nicht mehr gebraucht werden. Dies betrifft unter anderem die Anlage an der Ecke Merscheider-/Hammerstraße, die seit einiger Zeit abgeschaltet ist. An anderen Standorten soll es Testphasen geben, bei denen probiert wird, ob es auch ohne Ampeln geht. Dies schlägt die Verwaltung für drei Standorte in Ohligs, einen in Aufderhöhe und zwei in Merscheid vor.

Einig waren sich die Politiker mit der Verwaltung darin, dass die Ampel an der Hammerstraße nicht reaktiviert werden muss. Ernste Bedenken äußerten aber Robert Lipphardt (CDU) und Juliane Hilbricht (Grüne) für den Fall, dass beampelte Fußgängerüberwege über die Talstraße wegfallen würden. Der Christdemokrat wies darauf hin, dass vor allem der Überweg Tal-/Grünstraße Teil eines offiziellen Schulweges sei. Angela Prinz (SPD) betonte auch für die Ampel an Tal- und Forststraße, dass dort viele Autos zu schnell fahren. Außerdem, so fügte Bezirksbürgermeister Marc Westkämper (CDU) hinzu, sei dies der Überweg vor der Festhalle, der auch bei Veranstaltungen viel genutzt werde.

Auch für einen Abbau der Ampeln an den Einmündungen der Olga- und der Herzog- in die Merscheider Straße meldete Prinz vor allem mit Blick auf Schulkinder Zweifel an. Ähnliche Bedenken wurden auch zur Höhscheider-/Uhlandstraße geäußert. Nicht weiter angesprochen wurde die ebenfalls zur Disposition stehende Anlage Bahn-/Parkstraße.

Als mögliche Alternative zu einem kompletten Abbau der Anlagen wurde der Erhalt der Fußgängerampeln genannt, die jeweils über die vielbefahrenen Straßen führen. Dies würde bedeuten, dass nur diejenigen Ampeln abgebaut werden, die parallel zu den Hauptverkehrsadern jeweils über die Einmündungen der Nebenstrecken führen.

(ate)
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