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Solingen: Am Anfang aller Planungen

Solingen : Am Anfang aller Planungen

Natürlich stand das geplante O-Quartier im Mittelpunkt der Offenen Fraktionssitzung der SPD gestern in der Festhalle. Rund 200 Interessierte waren der Einladung der Genossen gefolgt. Die Frage der besseren Anbindung von Marktplatz und Düsseldorfer Straße war auch gestern ein Thema, aber auch die Fassaden-Ausgestaltung sowie die Energieeffizienz des Einkaufszentrums.

Der Wuppertaler Architekt Markus Rathke wies noch einmal daraufhin, dass man ganz am Anfang aller Planungen stehe. Warum es sich für den Investor überhaupt lohnt, in Ohligs für rund 40 Millionen Euro ein Einkaufszentrum zu bauen, diese Antwort lieferte er gleich mit: Gerade mal 30 Cent pro Euro der sogenannten Kaufkraft pro Ohligser bleiben noch im Stadtteil. Am Montag bis tief in die Nacht saßen Kritiker und Vertreter der Investoren mit den Stadtplanern am Tisch, um an den Planungen zu feilen. Eine besonders kniffelige Aufgabe ist die bessere Anbindung an den Marktplatz. Rathke betonte, dass man an einer Aufwertung des städtischen Marktplatzes gemeinsam arbeiten werde. "Der muss funktionieren. Das ist wichtig für das Center", unterstrich er.

Stillstand beim B-Plan-Verfahren

Auch die Überarbeitung der kritisierten Fassade sicherte er zu. Klar sei aber, dass man Glasflächen im großen Umfang haben wolle: "Die Präsentation von Textilien läuft über solche Glasflächen. Wir wollen kein nach innen gerichtetes Center." Als fatal bezeichnete der Architekt, dass das B-Plan-Verfahren derzeit zum Stillstand gekommen sei.

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Thema war auch die Energieeffizienz des O-Quartiers. Projektleiter Wolfgang Düster informierte darüber, dass man das Einkaufszentrum als "Green Building" zertifizieren lassen wolle. Ein Zuhörer interessierte etwas ganz Pragmatisches: Wie denn die Öffnungszeiten der Geschäfte in dem O-Quartier aussehen sollen? Auf jeden Fall ohne Mittagspause. Geplant seien Zeiten von 9 bis 20 Uhr, der Lebensmittelmarkt sogar bis 22 Uhr.

O-Quartier-Kritiker Michael Morsbach forderte die Werbegemeinschaft auf, sich endlich darum zu kümmern, dass die Öffnungszeiten in Ohligs vereinheitlicht werden. "Derzeit haben wir etwa acht unterschiedliche." Diesen Vorwurf konterte Karl-Heinz Schälte umgehend: Das Problem seien die vielen kleinen Einzelhändler, die das personell nicht schafften.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Entwürfe zum neuen Ohligser "O-Quartier"

(RP)