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Alter Kaufhof wird Solinger Impfzentrum

Corona-Pandemie : Alter Kaufhof wird Solinger Impfzentrum

Das Gebäude soll mindestens sechs Monate zur Impfstelle werden. Es wird zehn Impfstraßen geben. Am Tag könnten bis zu 2400 Personen geimpft werden. Am 15. Dezember soll alles fertig sein. Los geht es aber in den Altenheimen.

Die Entscheidung ist gefallen. Wenn in einigen Wochen bundesweit die groß angelegten Corona-Impfungen der Bevölkerung beginnen, wird in Solingen dafür das Erdgeschoss im ehemaligen Kaufhof-Gebäude zur Verfügung stehen. Das hat die Stadtverwaltung am Donnerstag im Rahmen ihrer wöchentlichen Corona-Pressekonferenz bekannt gegeben.

In dem ehemaligen Warenhaus an der oberen Hauptstraße werden insgesamt zehn sogenannte Impfstraßen eingerichtet. Das Impfzentrum soll ab 15. Dezember voll einsatzbereit sein. Dies bedeutet, dass an sieben Tagen in der Woche jeweils bis zu zwölf Stunden geimpft werden kann, so dass täglich maximal 2400 Menschen das Zentrum durchlaufen können.

„Es gab unterschiedliche Optionen. Wir sind überzeugt, mit dem Kaufhof-Gebäude jetzt die beste Lösung gefunden zu haben“, sagte Oberbürgermeister Tim Kurzbach (SPD), der unter anderem auf die günstige Verkehrsanbindung in der City verwies. Darüber hinaus, so der OB, würde aber auch vieles in dem Gebäude selbst dafür sprechen, dort ein Impfzentrum einzurichten. Beispielsweise seien große Flächen vorhanden. Und es gebe ausreichend sanitäre Anlagen sowie geeignete Fußböden.

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Gleichwohl sind bis zur Inbetriebnahme des Impfzentrums noch etliche Arbeitsschritte sowie umfangreiche Koordinierungen notwendig. „Wir stehen vor einer Mammutaufgabe“, betonte der Oberbürgermeister, der sich am Donnerstag gemeinsam mit Gesundheitsdezernent Jan Welzel (CDU) darum bemühte, allzu weitgehende Hoffnungen zu dämpfen. „Corona wird uns auf jeden Fall noch über Monate hinweg beschäftigen“, unterstrich Welzel mit Blick auf die anstehenden Herausforderungen.

Dazu gehört unter anderem eine enge Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung (KV), die für das Terminmanagement und den Vorgang des eigentlichen Impfens verantwortlich zeichnet. Für die Stadt wiederum wird die Feuerwehr den Betrieb des Impfzentrums übernehmen. Dabei soll das Zentrum zwei zentrale Bestandteile umfassen. „Da ist auf der einen Seite die sogenannte Impfstelle im ehemaligen Kaufhof. Und es gibt die mobilen Teams, die die Impfungen in den Altenheimen vornehmen“, sagte Feuerwehr-Chef Dr. Ottmar Müller.

Die Impfstelle im Kaufhof besteht aus vier Zonen. Zum einen wird  ein Aufnahmebereich eingerichtet, in dem die Menschen registriert werden. Von dort aus geht es dann in den Wartebereich, an den sich der eigentliche Bereich mit den besagten Impfstraßen anschließt. Und am Ende befindet sich überdies ein Beobachtungsbereich, in dem die Menschen eine Zeitlang nach der Impfung noch verbleiben sollen, um möglich Komplikationen auszuschließen.

„Wir werden ab 15. Dezember voll einsatzfähig sein“, kündigte Oberbürgermeister Kurzbach am Donnerstag an. Die Impfstelle im Kaufhof, der später einmal abgerissen werden soll, wird mindestens ein halbes Jahr in Betrieb sein. Der eigentliche Starttermin hängt von der Zulassung der Impfstoffe ab. Sobald dies der Fall ist, werden die mobilen Impfungen beginnen.