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Solingen: Altenheim-Neubau im Zeitplan

Solingen : Altenheim-Neubau im Zeitplan

Trotz Verzögerungen beim Baustart soll der Neubau des Walder Gerhard-Berting-Hauses im August 2014 bezogen werden. Auch bei der Finanzplanung gibt es noch ein wenig Luft.

900 Bohrungen nach möglichen Kampfmittelresten aus dem Zweiten Weltkrieg, ein langer, strenger Winter und schwierige Bodenverhältnisse sorgten gleich zu Beginn für Verzögerungen. Doch die sind alle aufgeholt, so dass der Neubau des Gerhard-Berting-Hauses pünktlich im August 2014 bezogen werden soll. Bei einer Baustellenbegehung gestern konnten die Verantwortlichen sich vom Baufortschritt überzeugen. 84 Einzelzimmer mit einer durchschnittlichen Größe von 17,5 Quadratmetern entstehen an der Altenhofer Straße, investiert werden 12,4 Millionen Euro.

"Der Baulärm ist Musik in unseren Ohren, alle bisher gesteckten Ziele sind erreicht", sagt Tim Kurzbach, der Aufsichtsratsvorsitzende der städtischen Altenzentren. Im Kostenplan sei sogar noch "ein kleines bisschen Luft". "Am 1. Oktober wird Richtfest gefeiert", verspricht Peter Knoch. Der Geschäftsführer der städtischen Altenzentren erklärt, dass 70 Prozent der Vergaben erfolgt sind. "Eine Überziehung der Kosten wäre nicht refinanzierbar".

Die Bewohner des Hauses seien sehr interessiert am Fortgang der Arbeiten, bestätigt Altenheimleiter Hans-Peter Mertens-Zündorf. Auch in der Nachbarschaft sei das Bauprojekt positiv aufgenommen worden. "Wir laden die Anwohner auch immer ein, wenn es neue Informationen über den Fortgang des Neubaus gibt", sagt der Leiter. Beim Mittagessen, zu dem auch zahlreiche Anwohner kommen, sei der Neubau ein beliebtest Gesprächsthema. Mit dem Neubau erfolge eine weitere Vernetzung mit dem Ortsteil Wald.

Den positiven Gesamteindruck kann auch Architekt Volker Klages bestätigen. Er lobt darüber hinaus auch die gute Zusammenarbeit mit den ausführenden Firmen. Rund 30 Arbeiter sind derzeit auf der Baustelle beschäftigt. Die 84 Einzelzimmer, die in dem Neubau entstehen, sind nahezu gleich groß, neun rollstuhlgerechte Zimmer verfügen über etwas mehr Grundfläche. Im dreigeschossigen Neubau werden sechs Kleingruppen gebildet. Wenn der Neubau in einem Jahr bezogen wird, beginnt die Renovierung des ehemaligen Wohnbereichs mit seinen 60 Einzelzimmern, die aus dem Jahr 1975 stammen und nicht mehr den heutigen Anforderungen entsprechen.

Bei der anstehenden Generalsanierung nach dem Bezug des Neubaus werden die Bäder erneuert und barrierefrei ausgebaut. Doppelzimmer wird es künftig im Walder Gerhard-Berting-Haus nicht mehr geben.

(RP)