Abrissarbeiten auf Olbo-Gelände in Solingen in vollem Gang

Abrissarbeiten auf Olbo-Gelände: O-Quartier: Mehr Parkplätze möglich

Die Abrissarbeiten auf dem alten Olbo-Gelände machen schnell Fortschritte. Die ersten Mauern der Ruinen sind bereits gefallen. Und auch in die Parkplatz-Diskussion kommt Bewegung. Der Investor kündigt an, seine Pläne zu überdenken.

Bisweilen gehört auch Lautstärke zum guten Ton. Seit rund zweieinhalb Wochen laufen im Zentrum von Ohligs mittlerweile die Abrissarbeiten an der ehemaligen Textilfabrik Olbo. Wobei die Abbruchraupen mit ihrem geräuschvollen Werk schnell vorankommen.

Jedenfalls sind schon etliche Mauern der alten Ruine gefallen. Was wiederum dazu führt, dass die Herren der lautstarken Baumaschinen zuversichtlich sind, den anvisierten Zeitplan einhalten zu können. „Wenn alles so weitergeht, werden wir mit dem Abriss, wie vorgesehen, Ende September fertig sein“, sagte am Mittwoch eine Sprecherin des Investors Kondor Wessels, der auf dem einstigen Industrieareal in unmittelbarer Nähe zum Ohligser Markt bis zum Jahr 2021 insgesamt rund 300 neue Wohnungen errichten will.

Die Abriss-Arbeiten auf dem ehemaligen Olbo-Gelände in Ohligs sind in vollem Gang. Foto: Radtke, Guido (gra)

Und nicht nur dies. Inzwischen zeichnet sich nämlich auch ab, dass in die zuletzt diskutierte Parkplatzfrage Bewegung kommt. Denn wie die Sprecherin des Investors nun weiter signalisierte, könnte über die Zahl der Stellplätze im zukünftigen O-Quartier durchaus noch einmal gesprochen werden. Der Hintergrund: Bei einer Bürgerversammlung im Rahmen der frühzeitigen Bürgerbeteiligung am zurückliegenden Montag in der Festhalle Ohligs war das Bauvorhaben selbst zwar auf breite Zustimmung gestoßen. Gleichzeitig jedoch hatten etliche Anwesende zum wiederholten Mal die aus ihrer Sicht zu geringe Zahl an Parkplätzen für die neue Wohnanlage moniert.

  • Solingen : Holländischer Investor kauft Olbo-Gelände

So sind, Stand heute, in der Tiefgarage des O-Quartiers in der Summe 215 Abstellmöglichkeiten geplant, zu denen nach der Fertigstellung zusätzliche Stellflächen für ungefähr 30 Fahrzeuge zwischen den neuen Häusern kommen sollen. „Das entspricht einem Schlüssel von 0,7“, betonte die Sprecherin von Kondor Wessels auf Anfrage. Was im Klartext nichts anderes bedeutet, dass nicht einmal ein Parkplatz pro neuem Haushalt zur Verfügung stehen würde.

Deshalb befürchten viele Anwohner in Ohligs für die Zeit nach dem Komplettbezug der Siedlung einen regelrechten Konkurrenzkampf um das knappe Gut Parkraum sowie einen damit einhergehenden Verdrängungswettbewerb, der zuletzt sowohl auf Kosten der Nachbarn, als auch des Ohligser Einzelhandels gehen könnte. Ein Szenario, welches Investor Kondor Wessels tunlichst vermeiden möchte. „Aus diesem Grund werden wir über die Zahl der Parkplätze jetzt einmal mehr nachdenken“, kündigte die Unternehmenssprecherin an, die parallel dazu versicherte, man werde die auf der Bürgerversammlung zu Beginn dieser Woche vorgebrachten Einwände auf jeden Fall sehr erst nehmen.

Welche Lösung am Ende zum Tragen kommen wird, vermochte der Bauherr am Mittwoch indes noch nicht zu sagen. Ehe eine Entscheidung getroffen werde, seien zunächst planerische Überlegungen nötig, stellte Kondor Wessels klar. Tatsächlich ist Zeit genug. Wenn die Bagger nämlich im Herbst mit dem Abriss fertig sind, steht eine mehrere Monate dauernde Planungsphase an.

Hier geht es zur Bilderstrecke: Abrissarbeiten auf dem Olbo-Gelände

Mehr von RP ONLINE